Litauens neuer Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius hat Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Telefonat zugesichert, dass der Aufbau der geplanten Bundeswehr-Brigade in Litauen für seine Regierung höchste Priorität habe. Die Brigade soll bis 2027 einsatzfähig sein und ist als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland vorgesehen.
Zusage von höchster Stelle
„Ich kann Ihnen versichern, dass sowohl die Regierung als auch ich persönlich diesem Thema höchste Priorität einräumen“, sagte Sinkevicius laut einer Mitteilung der Staatskanzlei in Vilnius. Er wolle sich zudem für eine weitere Verbesserung der Beziehungen zwischen Litauen und Deutschland einsetzen, die er als „einzigartig in Europa“ bezeichnete. Die Stationierung der Brigade gilt als zentrales Element zur Stärkung der Nato-Ostflanke und soll zur Abschreckung und Verteidigung des Bündnisgebiets beitragen.
Details zur Stationierung
Vorgesehen ist eine dauerhafte Präsenz von bis zu 5.000 Soldaten, deren Hauptstandort eine sich im Bau befindende Kasernenanlage mit Truppenübungsplatz in Rudninkai sein soll. Die Bundesregierung hatte die Stationierung als Reaktion auf die russische Bedrohung zugesagt. Sinkevicius und seine Regierung wurden am Dienstag vereidigt. Der 42-jährige Politiker ist der dritte Regierungschef der Sozialdemokraten seit der Parlamentswahl im Herbst 2024. Vor seinem Amtsantritt hatte er angekündigt, seinen ersten offiziellen Auslandsbesuch nach Deutschland machen zu wollen.



