Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Frankreich (0:2) bei der WM 2026 hat Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi das erste Gegentor durch Kylian Mbappé infrage gestellt. Der 49-Jährige äußerte nach der Partie in Boston Zweifel, ob der Treffer wegen eines möglichen Handspiels im Vorfeld hätte zählen dürfen.
Ouahbi: „Einige Spieler haben aufgehört zu spielen“
„Einige Spieler haben aufgehört zu spielen, weil sie ein Handspiel gesehen haben. Und es war definitiv ein Handspiel!“, sagte Ouahbi nach dem Abpfiff. Gleichzeitig räumte er ein, dass es nicht zwingend eine Fehlentscheidung gewesen sein müsse: „Ich weiß allerdings nicht, ob es hätte gepfiffen werden müssen oder nicht – da habe ich keine Ahnung ...“
Strittige Szene in der 60. Minute
In der 60. Minute war es zu einem Zweikampf zwischen Marokkos Brahim Diaz und Frankreichs Adrien Rabiot gekommen. Dabei sprang der Ball möglicherweise vom eigenen Körper aus kurzer Entfernung an den Arm von Rabiot. Mehrere marokkanische Spieler hoben den Arm und beschwerten sich bei Schiedsrichter Facundo Tello aus Argentinien. Der ließ jedoch weiterspielen. Während einige Marokkaner kurz stehen blieben, schlug Lucas Digne eine Flanke, die der frühere Bayern-Star Noussair Mazraoui klären konnte. Nach einem gewonnenen Kopfballduell von Rabiot fiel der Ball Mbappé 16 Meter vor dem Tor vor die Füße, der Kapitän schlenzte ihn unhaltbar ins lange Eck – Tor (60.).
13 Sekunden zwischen Handspiel und Tor
Das Reklamieren der Marokkaner war nicht die Ursache für das Gegentor, das 13 Sekunden nach dem möglichen Handspiel fiel. Auch Ouahbi bestätigte: „Letztlich war es aber eine Einzelaktion von Kylian Mbappé, die zum Tor geführt hat.“ Fraglich bleibt jedoch, warum der Video Assistant Referee (VAR) die Szene nicht noch einmal überprüft hat.
Aus in der Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022
Frankreich gewann damit die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022, in dem sich die Franzosen ebenfalls mit 2:0 durchgesetzt hatten. Ouahbi zog ein positives Fazit: „Wir müssen weiter an uns glauben. Wir werden jetzt nicht aufgeben. Wir müssen an den Grundlagen arbeiten und dafür sorgen, dass wir bei Verletzungen auf einen größeren und stärkeren Kader zurückgreifen können.“



