MDR-Chef über AfD-Wahlsieg: Kein Programm für Rechtsextreme
MDR-Intendant: Wir machen kein Programm für Rechtsextreme

MDR-Intendant über möglichen Austritt Sachsen-Anhalts aus der ARD

Im Falle eines Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt könnte das Bundesland erstmals aus einer ARD-Anstalt austreten. MDR-Intendant Ralf Ludwig äußert sich dazu in einem SPIEGEL-Gespräch und betont: „Wir machen kein Programm für Rechtsextreme.“

Ludwig erklärt, dass der MDR seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag ernst nehme und unabhängig von politischen Mehrheiten agiere. „Wir richten uns nach den Gesetzen und nicht nach den Wünschen einer Partei, die unsere Arbeit ablehnt“, so der Intendant.

Reaktionen auf möglichen AfD-Erfolg

Sollte die AfD die Wahl gewinnen, könnte sie versuchen, den Rundfunkbeitrag zu senken oder den Austritt aus der ARD voranzutreiben. Ludwig zeigt sich jedoch gelassen: „Ein Austritt wäre ein langer und komplizierter Prozess, der nicht von heute auf morgen umsetzbar ist.“ Er verweist auf die rechtlichen Hürden und die Notwendigkeit einer Zweidrittelmehrheit im Landtag.

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Der Intendant betont zudem, dass der MDR für alle Bürger da sei, unabhängig von deren politischer Einstellung. „Nicht jeder, der eine Partei wählt, vertritt unbedingt auch alle deren Ansichten“, sagt Ludwig. Er appelliert an die Vernunft und das demokratische Miteinander.

Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Ludwig sieht die Debatte um den Austritt als Teil einer grundsätzlichen Diskussion über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. „Wir müssen uns ständig weiterentwickeln und den Menschen zeigen, warum wir wichtig sind“, so der Intendant. Er kündigt an, dass der MDR weiterhin auf Qualität und Unabhängigkeit setzen werde.

Das vollständige Interview ist im aktuellen SPIEGEL (Ausgabe 25/2026) nachzulesen. Aufgrund von Zugriffsbeschränkungen ist der Artikel nur für Abonnenten verfügbar.

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