Messi und Scaloni: Die Bruderschaft der Lionels führt Argentinien zum Titel
Messi und Scaloni: Bruderschaft der Lionels führt zum Titel

Lionel Messi und Trainer Lionel Scaloni haben Argentinien zu vier Titeln in fünf Jahren geführt. Am Sonntag (21 Uhr MESZ, ZDF und Magenta) könnte im WM-Finale gegen Spanien der nächste Triumph folgen. Der Erfolg basiert auf einer besonderen Verbindung zwischen dem Ausnahmefußballer und seinem Trainer.

Vom Außenseiter zum Erfolgstrainer

Lionel Scaloni, 48 Jahre alt, übernahm nach dem Achtelfinalaus bei der WM 2018 das Amt des Nationaltrainers. Seine Erfahrung war dünn: Er war Co-Trainer und Gegneranalyst unter Jorge Sampaoli sowie ein paar Spiele als Verantwortlicher der U20. Diego Maradona sagte damals der Zeitung „Clarín“: „Als Nationaltrainer? Nein! Er kann nicht mal den Verkehr regeln.“

Acht Jahre später ist Scaloni der erfolgreichste argentinische Nationaltrainer der Neuzeit. 2021 gewann die Albiceleste die erste Copa América seit 1993, 2022 den ersten WM-Titel seit 1986 und 2024 eine weitere Kontinentalmeisterschaft. Am Sonntag könnte der vierte Titel in fünf Jahren folgen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die besondere Verbindung zwischen Messi und Scaloni

Unter Scaloni hat Messi alle Freiheiten. „Was soll ich ihm beibringen? Dass er dort hinlaufen oder sich fallen lassen soll? Das ist Wahnsinn“, sagte Scaloni. Messi spaziert oft und beteiligt sich kaum an der Defensivarbeit – das Team kämpft und rennt für ihn. „Solange er Lust hat, wird er der Beste sein“, so der Trainer.

Mittelfeldspieler Rodrigo de Paul betont das enge Verhältnis: „Wir sind keine Fußballspieler, sondern Menschen, die Fußball spielen. Wenn du weißt, da ist ein Trainer, der deine persönlichen Probleme, Träume und Freude versteht, fühlst du dich viel wohler.“ Dieses Vertrauen äußert sich in einem unheimlichen Zusammenhalt und Resilienz auf dem Rasen.

Emotionale Momente und der Spitzname „Heulsuse“

Im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde ging es in die Verlängerung, gegen Ägypten drehte Argentinien einen 0:2-Rückstand ab der 79. Minute in einen 3:2-Sieg. Nach dem späten Siegtreffer durch Lautaro Martínez stand Scaloni inmitten der jubelnden Bank und war den Tränen nah. „Ich werde immer emotional, manchmal kommen eben die Tränen“, sagte er. Bei den Spielern hat er den Spitznamen „la llorona“ (die Heulsuse), „aber das ist mir egal“.

Finale gegen Spanien: Ein besonderes Duell

Das Finale wird für Scaloni mutmaßlich noch emotionaler. Den Großteil seiner Karriere verbrachte er in Spanien, seine Frau ist Spanierin, die Familie lebt auf Mallorca. Zudem trifft er auf seinen Lehrmeister: Scaloni absolvierte seine Trainerausbildung 2017 beim spanischen Verband, Leiter des Kurses war Luis de la Fuente. „Das Schicksal wollte es, dass wir uns in einem Finale begegnen“, sagte Scaloni.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration