Nach Skandalen: US-Demokrat Platner zieht Senatskandidatur zurück
Nach Skandalen: Platner zieht Senatskandidatur zurück

Der demokratische Senatskandidat Graham Platner aus Maine hat seine Kampagne nach einer Serie von Skandalen beendet. Der Rückzug des ehemaligen Marineinfanteristen erschwert die Bemühungen der Demokraten, bei den Wahlen im November die Kontrolle über den Senat zu erlangen. Die Republikaner halten derzeit eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen.

Platner galt als große Hoffnung der Demokraten

Das Rennen in Maine galt als eine der besten Chancen für die Demokraten, einen Sitz zu gewinnen. Der 41-Jährige hatte sich im Juni bei der Vorwahl als Herausforderer der amtierenden republikanischen Senatorin Susan Collins durchgesetzt. Bislang galt er als große Hoffnung der Partei. Der ehemalige Elitesoldat, der heute Austern züchtet, wurde von bekannten Linken im Partei-Spektrum unterstützt – darunter Bernie Sanders, der langjährige Senator und frühere Präsidentschaftskandidat.

Schwere Vorwürfe gegen Platner

Zuletzt hatten Medien über schwere Vorwürfe gegen Platner berichtet. Das Magazin „Politico“ und der Sender CNN meldeten, eine Frau werfe ihm vor, sie vor fast fünf Jahren vergewaltigt zu haben. Die „Washington Post“ berichtete zudem, eine frühere Freundin habe ausgesagt, Platner habe beim Sex wiederholt ohne ihre Zustimmung Kondome entfernt. Platner wies die Vorwürfe entschieden zurück. In einem Video auf der Plattform X bezeichnete er diese als „beunruhigend, schwerwiegend und falsch“.

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Führende Demokraten forderten Rückzug

Führende Demokraten hatten ihn jedoch zum Rückzug aufgefordert und mit dem Entzug von Wahlkampfgeldern gedroht. Platner war bereits zuvor wegen anstößiger Internetbeiträge und einer Tätowierung, die einem Nazisymbol ähnelte, in die Kritik geraten. Er hatte in der Vergangenheit Fehlverhalten eingeräumt und um Vergebung gebeten. Dies begründete er mit Alkoholmissbrauch und psychischen Problemen nach seinen Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan.

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