Die US-Nationalgarde soll nach dem Sturm auf das Kapitol bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump in Washington bleiben. Das teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Zunächst war geplant, die Truppen bis zum 20. Januar, dem Tag der Amtseinführung von Joe Biden, abzuziehen. Nun sollen sie vorerst bis zum 24. Januar bleiben.
Verteidigungsministerium verlängert Einsatz
Das Pentagon genehmigte die Verlängerung des Einsatzes von bis zu 7.000 Nationalgardisten. Sie sollen die Sicherheit in der Hauptstadt gewährleisten, nachdem Anhänger von Präsident Trump am 6. Januar gewaltsam in das Kapitol eingedrungen waren. Der Einsatz war zunächst auf 60 Tage begrenzt, aber die Behörden in Washington baten um eine Verlängerung, um die Amtseinführung und die folgenden Tage abzusichern.
Reaktionen auf den Sturm auf das Kapitol
Der Sturm auf das Kapitol hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Fünf Menschen kamen ums Leben, darunter ein Polizist. Die US-Bundespolizei FBI warnte vor weiteren geplanten Protesten und möglichen Gewaltakten in den kommenden Tagen. Die Nationalgarde soll daher die Polizei in Washington unterstützen und die Sicherheit erhöhen.
„Wir müssen sicherstellen, dass die Übergabe der Macht friedlich und geordnet verläuft“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Nationalgardisten werden unter anderem an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und Regierungsgebäuden eingesetzt.
Politische Debatte über Sicherheitsmaßnahmen
Die Entscheidung, die Nationalgarde länger in Washington zu belassen, stößt auf geteilte Meinungen. Während einige Politiker die Maßnahme als notwendig erachten, um weitere Ausschreitungen zu verhindern, kritisieren andere die Militarisierung der Hauptstadt. Der demokratische Abgeordnete Adam Smith bezeichnete den Einsatz als „angemessen und verhältnismäßig“.
Die Nationalgarde war bereits nach dem 11. September 2001 in Washington stationiert, um die Sicherheit zu erhöhen. Der aktuelle Einsatz ist der größte seit den Unruhen nach dem Tod von George Floyd im Jahr 2020.



