Formel 1: Antonelli mit Federer-Tipps auf Titelkurs
Antonelli mit Federer-Tipps auf Formel-1-Titelkurs

Kimi Antonelli führt die Gesamtwertung der Formel 1 mit 25 Punkten Vorsprung an. Der 19-jährige Italiener erhielt kürzlich Ratschläge von Tennis-Legende Roger Federer. In Wimbledon saßen beide in der Royal Box, und Antonelli nutzte die Gelegenheit für ein Gespräch. „Er hat mir gesagt, ich soll nur von Rennen zu Rennen denken und die Emotionen kontrollieren, die Fehler verursachen“, sagte Antonelli. Er lobte Federer als „unglaublichen Athleten, bescheiden und sehr offen“.

Antonelli jagt ersten italienischen WM-Titel seit 1953

Vor dem zehnten Saisonlauf in Spa-Francorchamps führt Antonelli die Wertung vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell an. Zuletzt hatte er jedoch Pech: Technische Defekte und eigene Fehler verhinderten eine noch deutlichere Führung. „Die Zuverlässigkeit ist nicht unsere Stärke, daran müssen wir arbeiten“, sagte Antonelli vor dem Rennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL). Er könnte Italiens erster Formel-1-Weltmeister seit Alberto Ascari im Jahr 1953 werden.

Auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet Antonelli seine zweite Saison mit 8,5. Kritisch sieht er einen schlechten Start in Japan, Fehler im Sprint von Miami sowie in den Qualifikationen in Barcelona und Spielberg. Zudem zwang ihn ein unverschuldeter Schaden in Silverstone zur Aufgabe. „Unser Auto ist bisher immer schnell, deswegen erwarte ich uns vorn“, sagte er selbstbewusst.

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Verstappen lobt Antonellis Entwicklung

Max Verstappen, viermaliger Weltmeister, zeigt sich beeindruckt: „Man konnte schon im Kart sein herausragendes Talent sehen. Im Moment macht er einen unglaublichen Job. Er hat einen großen Sprung gehabt.“ Antonelli selbst betont: „Ich muss abliefern und versuchen, das Maximum aus dem herauszuholen, über das ich Kontrolle habe.“ Im Vorjahr war er in Spa noch 16. geworden – ein schwaches Rennen, das er nun vergessen machen will.

Die Konkurrenz sieht Mercedes als Favoriten. Charles Leclerc, der in Silverstone siegte, sagte: „Mercedes ist immer noch der Favorit. Uns hat das selbst etwas überrascht.“ Antonelli bleibt bescheiden: Leclerc sei in Italien noch ein deutlich größerer Star. Doch das könnte sich schnell ändern. „Die Begeisterung zu sehen, ist super. Aber die Erwartungen wachsen natürlich auch“, gab Antonelli zu. Er wisse, dass es Momente gebe, in denen man nicht erkannt werden wolle, aber das gehöre dazu.

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