Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD verliert weiter an Rückhalt in der Bevölkerung. Das zeigt das aktuelle ZDF-„Politbarometer“, das am Freitag veröffentlicht wurde. Die größten Gewinner sind die Grünen und die Linke, die beide zulegen und an der SPD vorbeiziehen. Die AfD bleibt mit deutlichem Abstand stärkste politische Kraft.
AfD führt, Union und SPD verlieren
Laut der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die AfD auf 27 Prozent – ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Juni-Umfrage. Die Union erreicht 23 Prozent, ebenfalls ein Punkt weniger. Die SPD büßt einen Punkt ein und liegt nun bei zwölf Prozent. Damit fallen die Sozialdemokraten hinter die Grünen (14 Prozent) und die Linke (13 Prozent) zurück, die jeweils um zwei Prozentpunkte zulegen.
Die FDP stagniert bei vier Prozent. Alle sonstigen Parteien kommen zusammen auf sieben Prozent, keine davon erreicht die Drei-Prozent-Marke. Eine Mehrheit für die schwarz-rote Koalition ist mit diesen Werten nicht in Sicht.
Unzufriedenheit mit der Regierung
Eine Mehrheit der Deutschen ist mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden. Das geht aus den Umfragedaten hervor, die im Zeitraum vom 14. bis 16. Juli telefonisch und online bei 1284 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten erhoben wurden. Die statistische Fehlerquote liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten.
Beliebtheitswerte der Spitzenpolitiker
Bei der Beurteilung von Sympathie und Leistung auf einer Skala von +5 bis -5 bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Wert von 1,5 (unverändert zum Vormonat) der beliebteste Politiker. Es folgen Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) mit 0,9 (zuvor 1,0) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 0,1 (0,3).
Im negativen Bereich liegen Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek mit minus 0,7 (minus 0,8), Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ebenfalls mit minus 0,7 (minus 0,4) und Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit minus 1,6. Schlusslicht bleibt AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5 (minus 2,4).



