Die USA haben ihre Luftangriffe auf den Iran in der neunten Nacht in Folge fortgesetzt. Die Angriffswelle, die nach dem Ende der Feuerpause begann, zielt auf militärische Einrichtungen der iranischen Streitkräfte. US-Außenminister Marco Rubio erklärte jedoch, dass Washington weiterhin auf eine diplomatische Lösung hoffe. „Wir setzen auf Druck, aber die Tür für Verhandlungen bleibt offen“, so Rubio in einer Stellungnahme.
Hintergrund der Eskalation
Die Luftangriffe begannen, nachdem die zuvor vereinbarte Feuerpause zwischen den USA und dem Iran gescheitert war. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurden in den vergangenen Nächten über 140 Ziele getroffen, darunter Luftwaffenstützpunkte und Raketenstellungen. Die Operation trägt den Codenamen „Epische Wut“. Präsident Donald Trump hatte zuvor angedeutet, dass Bodentruppen nur bei einem „sehr guten Grund“ eingesetzt würden.
Internationale Reaktionen
Die Angriffe haben weltweit Proteste ausgelöst. Vor iranischen Botschaften in mehreren Ländern kam es zu Demonstrationen, bei denen Flaggen der iranischen Regierung verbrannt wurden. Gleichzeitig wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Persischen Golf. Die Straße von Hormus, eine wichtige Schifffahrtsroute, ist Schauplatz heftiger Kämpfe. Die USA haben nach eigenen Angaben mehrere iranische Schnellboote zerstört.
Rubio betonte, dass die USA nicht nach einem Krieg streben, aber entschlossen seien, ihre Interessen zu verteidigen. „Wir werden nicht zögern, weitere Schritte zu unternehmen, falls nötig“, sagte der Außenminister. Die iranische Führung kündigte Vergeltung an, ohne konkrete Details zu nennen.
Militärische Details
Die Angriffe wurden unter anderem mit B-2-Bombern durchgeführt, die von Stützpunkten in der Region starteten. Die USA veröffentlichten Aufnahmen von den Einsätzen, die präzise Treffer auf militärische Ziele zeigen. Nach Schätzungen von Militärexperten wurden mindestens 100 iranische Soldaten getötet und zahlreiche Militäranlagen schwer beschädigt. Die Angaben sind jedoch unabhängig nicht überprüfbar.
Die neunte Angriffswelle konzentrierte sich auf den Süden des Iran, nahe der Küste des Persischen Golfs. Berichten zufolge waren auch Ziele in der Nähe von Beirut betroffen, was auf eine Ausweitung der Operation hindeutet. Die USA bestätigten dies nicht offiziell.
Diplomatische Bemühungen
Trotz der anhaltenden Angriffe signalisieren die USA weiterhin Gesprächsbereitschaft. Rubio kündigte an, dass ein Vermittler des Außenministeriums in die Region reisen werde, um Kontakt zu iranischen Vertretern aufzunehmen. „Wir sind bereit, jederzeit eine diplomatische Lösung zu suchen, aber die Mullahs müssen einlenken“, so Rubio. Die iranische Regierung wies die Forderung zurück und bezeichnete die Angriffe als „Akt der Aggression“.
Die internationale Gemeinschaft ist gespalten. Während Verbündete wie Israel die US-Operation unterstützen, fordern Russland und China ein sofortiges Ende der Luftangriffe. Die Vereinten Nationen haben zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen, um über eine Waffenruhe zu beraten.



