Newsom wirft Trump politisch motivierte Ermittlungen vor
Newsom: Trump ermittelt politisch motiviert gegen mich

Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, politisch motivierte Ermittlungen gegen ihn zu führen. In einer Mitteilung auf der Plattform X erklärte Newsom, Bundesbeamte hätten in den vergangenen Tagen bei Familienangehörigen, Freunden und ehemaligen Mitarbeitern geklopft. Dies geschehe nicht, weil ein Verbrechen aufgedeckt worden sei, sondern einfach, weil die Ermittler versuchten, eines zu finden.

Newsom sieht sich auf Trumps Feindesliste

„Heute haben meine Frau und ich die Feindesliste von Donald Trump betreten“, schrieb Newsom. „Er hat seinem Justizministerium befohlen, uns zu untersuchen. Sie haben kein Verbrechen gefunden – sie versuchen einfach, eines zu finden.“ Newsom betonte, Trump gehe nicht gegen ihn vor, weil er böse Tweets verfasse, sondern weil er erwäge, für das Präsidentenamt zu kandidieren.

Ermittlungen ohne konkrete Vorwürfe

Welche konkreten Vorwürfe im Raum stehen, ließ Newsom offen. Eine Anfrage beim US-Justizministerium blieb zunächst unbeantwortet. Der Gouverneur erklärte, die Ermittler wühlten sich willkürlich durch Berge von Akten. Seiner Ansicht nach sei klar, dass Trump die Untersuchung in Auftrag gegeben habe, weil Newsom sich gegen ihn stelle und eine Präsidentschaftskandidatur erwäge.

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Besonders empört zeigte sich Newsom darüber, dass auch seine Frau Jennifer ins Visier der Regierung geraten sei. „Trump kann mich schikanieren, gegen mich ermitteln und mich auf seine Feindesliste setzen“, sagte er. „Aber halte meine Frau und meine Familie aus deinem persönlichen Rachefeldzug heraus.“

Trump-Regierung ermittelt gegen mehrere politische Gegner

Newsom und Trump kritisieren sich seit Langem gegenseitig. Sie stritten unter anderem über den Klimawandel, den Bau von Pipelines und die Entsendung von Nationalgardisten nach Kalifornien durch den Präsidenten im vergangenen Sommer. Bereits 2025 hatte Trump erklärt, er würde eine Verhaftung Newsoms wegen dessen mutmaßlicher Behinderung der Einwanderungsbehörden in dem Bundesstaat unterstützen.

Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus für eine zweite Amtszeit hat sein Justizministerium mehrere mutmaßliche politische Gegner des Präsidenten strafrechtlich verfolgt. Dazu gehören der ehemalige FBI-Direktor James Comey, die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton.

Ausweitung der Ermittlungen

Das Ministerium hat zudem Ermittlungen gegen US-Beamte eingeleitet, die zu dem Schluss gekommen waren, dass Russland sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt hatte. Auch demokratische Abgeordnete sowie liberale Spender und Spendensammelgruppen gerieten ins Visier der Behörden. Einer im November 2025 veröffentlichten Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge waren seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit mindestens 470 Personen, Organisationen und Institutionen Ziel von Vergeltungsmaßnahmen geworden.

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