Newsom wirft Trump politisch motivierte Justiz vor
Newsom: Trump nutzt Justiz für Rachefeldzug

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. Newsom wirft Trump vor, das Justizministerium für eine politisch motivierte Untersuchung gegen ihn und seine Ehefrau einzusetzen. In einem auf der Plattform X veröffentlichten Video erklärte Newsom am Montag, dass Trump nicht nur wegen seiner „bösen Tweets“ gegen ihn vorgehe. „Er ist hinter mir her, weil ich erwäge, für das Präsidentenamt zu kandidieren.“

Bundesbeamte befragen Umfeld

Nach Newsoms Angaben haben Bundesbeamte in den vergangenen Tagen Familienmitglieder, Freunde und ehemalige Mitarbeiter befragt und alte Dokumente angefordert. Dies geschehe nicht, weil die Beamten ein Verbrechen gefunden hätten, sondern weil sie versuchten, eines zu finden, betonte Newsom. Das Weiße Haus und das Justizministerium reagierten zunächst nicht auf Anfragen um Stellungnahmen.

Direkte Ansprache an den Präsidenten

In dem Video wandte sich Newsom direkt an Trump: „Sie können meine Unterlagen anfordern. Sie können gegen mich ermitteln. Sie können mich schikanieren. Setzen Sie meinen Namen auf jede beliebige Feindesliste, die Sie haben, aber lassen Sie meine Frau und meine Familie aus Ihrem persönlichen Rachefeldzug heraus.“ Newsom und Trump kritisieren sich seit langem gegenseitig. Sie stritten unter anderem über den Klimawandel, den Bau von Pipelines und die Entsendung von Nationalgardisten nach Kalifornien im vergangenen Sommer.

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Trump drohte bereits mit Verhaftung

Bereits 2025 hatte Trump erklärt, er würde eine Verhaftung Newsoms wegen dessen mutmaßlicher Behinderung der Einwanderungsbehörden in Kalifornien unterstützen. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus für eine zweite Amtszeit hat sein Justizministerium mehrere mutmaßliche politische Gegner des Präsidenten strafrechtlich verfolgt. Dazu gehören der ehemalige FBI-Direktor James Comey, die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton.

Ermittlungen gegen zahlreiche Personen

Das Ministerium hat zudem Ermittlungen gegen US-Beamte eingeleitet, die zu dem Schluss gekommen waren, dass Russland sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt hatte. Auch demokratische Abgeordnete sowie liberale Spender und Spendensammelgruppen gerieten ins Visier der Behörden. Einer im November 2025 veröffentlichten Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge waren seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit mindestens 470 Personen, Organisationen und Institutionen Ziel von Vergeltungsmaßnahmen geworden.

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