Selenskyj kündigt Präventivschläge an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner abendlichen Videoansprache Präventivschläge gegen russische Einrichtungen angekündigt. Er habe die Geheimdienste und das Militär angewiesen, präventiv gegen Anlagen vorzugehen, die Russland für den Krieg nutze, sagte Selenskyj. Unterdessen fällt die Moskauer Ölraffinerie Insidern zufolge nach schweren Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe für mindestens sechs Monate aus. Die russische Produktion von Erdölprodukten sank offiziellen Daten zufolge im Mai im Jahresvergleich um 13,5 Prozent.
Stromausfall in Sewastopol
Nach nächtlichen Drohnenangriffen ist in der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim nach Angaben der Besatzungsverwaltung der Strom ausgefallen. Das teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, am Mittwoch mit. Die Ukraine hat ihre Drohnen- und Raketenangriffe auf die von Russland völkerrechtswidrig annektierte ukrainische Halbinsel zuletzt verstärkt. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU teilte mit, er habe zwei Militärflugplätze auf der Krim angegriffen und Raketensysteme zerstört.
Lawrow pocht auf Alaska-Vereinbarungen
Russland hält nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow an den Vereinbarungen fest, die Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump im vergangenen August bei ihrem Gipfel in Alaska getroffen haben. „Wir sind nicht bereit, andere Zwischenentscheidungen zu treffen oder uns Ultimaten zu beugen“, sagte Lawrow. Beobachtern zufolge versteht die russische Führung unter dem sogenannten „Geist von Anchorage“ ein mögliches Abkommen, bei dem die Ukraine ihre Truppen aus dem noch nicht von Russland kontrollierten Teil des Donbas abzieht und Moskau im Gegenzug die Frontlinien an anderer Stelle einfriert.
Tote bei Drohnenangriffen in der Ostukraine
Im russisch besetzten Teil der Ostukraine sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens drei Menschen durch ukrainische Drohnenangriffe getötet worden. Das teilte der von Moskau eingesetzte Bürgermeister der Stadt Horliwka, Iwan Prichodko, bei Telegram mit. Bei den Angriffen seien eine Tankstelle beschädigt und mindestens ein Auto zerstört worden. Zudem sei die Strom- und Wasserversorgung teilweise ausgefallen.
Öllager in Krasnodar brennt
In der südrussischen Region Krasnodar brennt einem Agenturbericht zufolge das Öllager Poltawskaja. Wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf örtliche Behörden meldet, wurde das Feuer offenbar durch herabstürzende Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne ausgelöst.
Selenskyj: Signalverstärker in Belarus außer Betrieb
Nach einem Ultimatum Kiews an Belarus zum Abbau von Signalverstärkern für russische Drohnen ist die Technik ukrainischen Angaben zufolge abgeschaltet worden. Sie hätten am 22. Juni ihren Betrieb eingestellt, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge. Er wisse nicht, ob die Signalverstärker abgebaut worden seien, aber sie arbeiteten nicht mehr.
Russische Drohnenangriffe beschädigen Naftogaz-Anlagen
Russische Drohnenangriffe beschädigen nach Angaben von Naftogaz die Gaserzeugungs- und Speicheranlagen des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns in der zentralen Region Poltawa erheblich. Ein Teil der Anlagen stellt den Betrieb ein, wie das Unternehmen auf Telegram mitteilt.
Russland bittet Kasachstan um Benzin
Russland hat Insidern zufolge wegen Engpässen infolge ukrainischer Drohnenangriffe seinen Nachbarn Kasachstan um die Lieferung von 50.000 Tonnen Benzin gebeten. Die Angriffe auf mehrere große Raffinerien haben die russische Benzinproduktion bis Ende Juni um rund ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr einbrechen lassen.
Moskauer Ölraffinerie fällt monatelang aus
Die wichtigste Raffinerie für die russische Hauptstadtregion fällt Branchenkreisen zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen wahrscheinlich den Rest des Jahres aus. „Die Reparatur wird mindestens ein halbes Jahr dauern“, erklärte eine der mit den Vorgängen vertrauten Personen. Die Anlage war in den vergangenen Wochen zweimal getroffen worden und musste den Betrieb einstellen.



