Beim NATO-Gipfel in Ankara sorgte Wolodymyr Selenskyj für eine heitere Note: Auf Trumps Frage, ob er nach Moskau reisen würde, antwortete der ukrainische Präsident mit einem Augenzwinkern: „Das ist schwierig. Dort sind viele ukrainische Drohnen. Es ist gefährlich.“ Gelächter und ein Schmunzeln des US-Präsidenten waren die Reaktion. Die Szene ereignete sich am Rande des Gipfels, bei dem es um mögliche Friedensverhandlungen mit Russland ging.
Humor als taktisches Mittel
Selenskyj, gelernter Komiker, nutzt Humor bewusst, um die Atmosphäre zu lockern und Trump bei Laune zu halten. Es ist nicht sein erster Scherz auf Kosten des Kremls. Bereits zum russischen „Tag des Sieges“ am 9. Mai hatte er ein Dekret erlassen, das die Militärparade auf dem Roten Platz „genehmigte“ – inklusive genauer Koordinaten. Die Botschaft: Er habe die Macht, über Putins Parade zu entscheiden. Kremlsprecher Dmitri Peskow reagierte verärgert: „Wir brauchen von niemandem eine Erlaubnis. Wehe dem, der versucht, sich über den Tag des Sieges lustig zu machen und solche dummen Witze zu reißen.“
Russische Angriffe trotz Gesprächen
Während in Ankara über Frieden verhandelt wurde, setzte Russland seine Angriffe fort. Bei einem Raketenschlag in Odessa kamen in der Nacht mindestens vier Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Die Ukraine fordert seit Monaten mehr Luftabwehr, insbesondere Patriot-Systeme.
NATO-Zusagen und Patriot-Lizenz
Der Gipfel brachte Selenskyj jedoch positive Signale: Trump stellte der Ukraine in Aussicht, künftig Patriot-Abwehrraketen selbst bauen zu dürfen – inklusive Technologietransfer. Zudem sagte die NATO für dieses Jahr 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung der Ukraine zu. Bis 2027 sollen insgesamt 140 Milliarden Euro fließen.



