Stabschef McSweeney tritt wegen Epstein-Affäre zurück: Starmer in Regierungskrise
Stabschef tritt wegen Epstein-Affäre zurück: Starmer in Krise

Stabschef McSweeney tritt wegen Epstein-Affäre zurück: Starmer in Regierungskrise

Der Stabschef des britischen Premierministers Keir Starmer, Morgan McSweeney, hat seinen Rücktritt erklärt. Dieser Schritt erfolgt im Zuge des Skandals um die Epstein-Verbindungen des Labour-Politikers Peter Mandelson, der die Regierung in eine tiefe Krise gestürzt hat. McSweeney teilte seinen Rücktritt am Sonntag in einer offiziellen Stellungnahme mit, die von politischen Korrespondenten auf X veröffentlicht wurde.

Hintergrund der Epstein-Affäre und Mandelsons Rolle

Der Skandal dreht sich um die Freundschaft des Labour-Veteranen Peter Mandelson zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Premierminister Keir Starmer hatte zugegeben, von dieser Beziehung gewusst zu haben, als er Mandelson 2024 als Botschafter nach Washington entsandte. Starmer äußerte sein Bedauern über diese Ernennung und betonte, dass Mandelson der Partei, dem Land und dem Vertrauen in die Politik geschadet habe. Aus Akten geht hervor, wie eng Mandelsons Beziehung zu Epstein war, was die politische Landschaft erschüttert hat.

Innere Kritik und Forderungen nach Veränderung

In der Labour-Partei mehren sich die Stimmen, die Starmer als "schwach, naiv und leichtgläubig" bezeichnen, wie die ehemalige stellvertretende Parteichefin Harriet Harman erklärte. Sie forderte einen Umbau des Teams um den Premierminister und warnte, dass der Skandal Starmer zu Fall bringen könnte, falls keine notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. McSweeney, der als enger Berater Starmers galt, war in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass er eng in die Ernennung Mandelsons eingebunden war.

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Folgen und weitere Personalverluste

Der Rücktritt McSweeneys folgt auf den Verlust zweier weiterer Schlüsselmitarbeiter, die Starmer besonders nahestanden: dem Direktor für politische Strategie, Paul Ovenden, und der Kommunikationschefin Steph Driver. Dies unterstreicht die anhaltende Instabilität innerhalb der Regierung. McSweeney hatte eine zentrale Rolle beim Aufstieg Keir Starmers und der Neuausrichtung der Labour-Partei vor der Wahl 2024 gespielt, indem er maßgeblich den Weg in die Downing Street organisierte.

Innere Spannungen und Kritik an McSweeney

Trotz seines Erfolgs, Labour zu einer deutlichen Mehrheit zu führen, hatte McSweeney innerparteiliche Kritiker, insbesondere unter Abgeordneten. Einige warfen ihm vor, in der Downing Street eine unnötig lagerbildende, kleinliche und von Cliquen geprägte Arbeitsweise gefördert zu haben. Diese internen Konflikte haben die Regierungskrise weiter verschärft und die Position Starmers geschwächt.

Insgesamt markiert der Rücktritt von Morgan McSweeney einen Wendepunkt in der Amtszeit von Keir Starmer, der nun mit den Folgen der Epstein-Affäre und dem Verlust vertrauter Mitarbeiter kämpfen muss. Die Labour-Partei steht vor der Herausforderung, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen und ihre politische Stabilität zu sichern.

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