Peter Tiede wirft Jens Spahn Bigotterie bei Leihmutterschaft vor
Tiede wirft Spahn Bigotterie bei Leihmutterschaft vor

Der Journalist Peter Tiede hat dem CDU-Politiker Jens Spahn in einem Zwischenruf Bigotterie vorgeworfen. Spahn war kürzlich Vater eines Sohnes geworden, der von einer Leihmutter in den USA ausgetragen wurde. Tiede kritisiert, dass Spahn als Gesundheitsminister im Jahr 2020 maßgeblich dafür gesorgt habe, dass Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleibt – während er sich selbst im Ausland dieser Methode bediente.

Widerspruch zwischen Politik und Privatleben

„Zuerst: Glückwunsch, Jens Spahn, zum Adoptivsohn! Ein Neugeborenes ist immer eine Freude. Nichts daran ist schlecht“, schreibt Tiede. Doch dann wird er deutlich: „Nein. Nichts daran ist gut, wenn einer der führenden Politiker und Strippenzieher der Kanzler-Partei deutsches Recht im Ausland umgeht. Recht, das er – zuletzt 2020 als Gesundheitsminister – allen Deutschen aktiv verwehrt hat: die Leihmutterschaft.“

Tiede erinnert daran, dass die Gründe für das Verbot gute waren: „Gefahr von Zwang und Ausnutzen von Frauen-Not.“ Spahn selbst habe diese Argumente gestützt. Nun stelle sich die Frage, ob die CDU ihre Meinung geändert habe. „Nein“, stellt Tiede klar. Auch von Spahn selbst gebe es keine politische Initiative, um Leihmutterschaft in Deutschland zu erlauben. „Warum also ist eine Leihmutter in den USA gut, eine in Deutschland aber nicht?“

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Doppelmoral aus Sicht des Autors

Die Antwort laute: „Es geht nicht um uns alle. Es geht Jens Spahn um Jens Spahn. ER erfüllt sich SEINEN Traum, indem ER SEIN deutsches Recht – ja, legal – umgeht. Warum? Weil er es kann – und weil er es sich leisten kann.“ Tiede resümiert: „Spahns Bigott-Botschaft: Mein Recht gilt für euch. Ich umgehe es – ICH.“

Der Artikel endet mit der Aufforderung an die Leser, ihre Meinung zu äußern, und dem Hinweis, Fehler zu melden.

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