Massenproteste gegen NATO-Gipfel in Ankara
Die Kommunistische Partei der Türkei (TKP) hat am Sonntag zu Protesten gegen das Gipfeltreffen des Militärbündnisses NATO in Ankara aufgerufen. Nach Parteiangaben wurden dabei mehr als 100 Demonstrantinnen und Demonstranten festgenommen. Die türkische Regierung hat sich zu den Vorfällen zunächst nicht geäußert.
Festnahmen und Reaktionen
Die TKP sprach von einer „gezielten Aktion gegen friedliche Demonstranten“. Die genauen Umstände der Festnahmen sind noch unklar. Die Proteste richteten sich gegen die Außen- und Militärpolitik der NATO, die nach Ansicht der TKP zu Spannungen in der Region beitrage. Die Regierung in Ankara, die selbst NATO-Mitglied ist, hat die Demonstrationen nicht genehmigt.
Hintergrund des Gipfels
Der NATO-Gipfel in Ankara findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Vertreter der 32 Mitgliedsstaaten beraten über die aktuelle Sicherheitslage, insbesondere den Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten. Die TKP kritisiert die NATO als „Kriegsbündnis“ und fordert den Austritt der Türkei.
Ausblick
Es wird erwartet, dass die Proteste in den kommenden Tagen anhalten. Menschenrechtsorganisationen haben die türkischen Behörden aufgefordert, die Festgenommenen unverzüglich freizulassen und die Versammlungsfreiheit zu respektieren. Die Regierung in Ankara hat sich zu den Vorfällen bislang nicht geäußert.



