Iran-Krieg: Trump bestätigt Friedensabkommen mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump hat ein Friedensabkommen mit dem Iran bestätigt. Die Unterzeichnung soll am Sonntag erfolgen. Teheran hat jedoch noch nicht endgültig zugestimmt. Der Newsblog.
14.06.2026 - 23:23 Uhr
US-Präsident Donald Trump: Offenbar will er ein Abkommen ankündigen. Foto: IMAGO/UPI Photo
Pakistan: USA und Iran vereinbaren Kriegsende
Die USA und der Iran haben sich auf eine Absichtserklärung zur Beendigung ihres Krieges verständigt. Das teilt der Vermittlerstaat Pakistan mit.
Trump plant offenbar Ankündigung von Abkommen mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump plant einem Zeitungsbericht zufolge in Kürze die Bekanntgabe eines Abkommens mit dem Iran. Die Vereinbarung sehe vor, dass der Iran keine Atomwaffen anstrebe und die Straße von Hormus umgehend wieder öffne, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Aussagen Trumps. Der Iran habe die Vereinbarung, die von Trump oder US-Vizepräsident JD Vance elektronisch unterzeichnet werden solle, bisher nicht bestätigt. Der Abtransport von nuklearem Material aus dem Iran hat für Trump laut dem Bericht derzeit keine Priorität und könne später erfolgen.
Hisbollah setzt Angriffe auf Israels Norden fort
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat ihre Angriffe auf den Norden Israels auch nach israelischem Beschuss in Vororten von Beirut fortgesetzt. Ein aus dem Libanon abgefeuertes Geschoss sei in der Nähe der Grenzstadt Kiriat Schmona eingeschlagen, teilte die israelische Armee am Abend mit. Es sei zu weiteren Einschlägen „verdächtiger Flugkörper“ auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gekommen. Außerdem seien mehrere Geschosse in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon niedergegangen. Es gab zunächst keine Berichte zu Verletzten.
Irans Präsident verteidigt Verhandlungsteam gegen Kritiker im Land
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat das iranische Verhandlungsteam gegen die Kritik einiger Hardliner‑Gruppen in Schutz genommen. „Die Mitglieder als Vaterlandsverräter zu bezeichnen, ist schlicht unfair und gegen die nationalen Interessen des Landes“, sagte der Präsident. Bei nächtlichen Versammlungen in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten war es am Samstagabend zu heftigen Protesten und Parolen gegen die beiden Hauptakteure des iranischen Verhandlungsteams, Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, gekommen. „Ihr solltet euch schämen“ und „Tod den Kompromissmachern“ gehörten zu den zentralen Rufen der Kundgebungen.
Trump ruft Israel und Hisbollah zur Deeskalation auf
US-Präsident Donald Trump fordert nach einem Angriff Israels auf Beirut ein Ende der Gewalt in der Region. Der Angriff an diesem Morgen hätte nicht stattfinden dürfen, sagt Trump mit Blick auf den israelischen Luftangriff, bei dem nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes drei Menschen getötet worden sind. Man stehe sehr kurz vor einer Einigung, die der Region, einschließlich des Libanon, Frieden bringen werde, sagt der US-Präsident. Alle Seiten sollten ihre Angriffe einstellen. Israel solle nicht weiter im Libanon angreifen, aber auch keine andere Partei, einschließlich der Hisbollah, solle Israel angreifen.
Behörde: Mindestens sechs Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen werden nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde mindestens sechs Palästinenser getötet. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu den Angriffen. Zudem übergeben die Hamas und andere Palästinenser-Gruppen den Vermittlern eine schriftliche Antwort auf den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Insidern zufolge stimmen die Fraktionen 14 von 15 Punkten des Entwurfs zu, lehnen aber eine bedingungslose Entwaffnung ab.
14.06.2026 – 14:08 Uhr
Laut Hamas-Ministerium: Inzwischen mehr als 73.000 Tote im Gaza-Krieg
Die Zahl der Toten im Gaza-Krieg ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums der militant-islamistischen Hamas auf mehr als 73.000 gestiegen. Am Sonntag habe es fünf Todesfälle gegeben. Das Gesundheitsministerium gehört zu der Hamas-Regierung im Gazastreifen. Seine Zahlen zu Toten werden von den Vereinten Nationen und unabhängigen Experten normalerweise als glaubwürdig betrachtet. Wie viele der Toten Kämpfer und Zivilisten sind, teilt das Ministerium nicht mit. Den Angaben zufolge sind rund die Hälfte der Todesopfer Frauen und Kinder. Israel erklärt, es versuche Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Für zivile Opfer macht es die Hamas verantwortlich, weil die Extremisten in dicht besiedelten Gegenden aktiv seien.
Iran stellt geplantes Abkommen mit USA nach Angriff auf Beirut in Frage
Der israelische Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut zeigt nach Ansicht des iranischen Chefunterhändlers, dass den USA entweder der Wille oder die Fähigkeit fehlt, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. „Wenn Sie Ihre Verpflichtungen nicht erfüllen können, ist es unmöglich, von einer Fortsetzung des Weges zu sprechen“, erklärt Mohammad Baker Kalibaf auf X.
Israel greift Hisbollah-Ziele in Libanons Hauptstadt Beirut an
Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der radikal-islamischen Hisbollah in den südlichen Vororten von Beirut an. Dies sei eine Reaktion auf den Beschuss israelischen Gebiets durch die libanesische Miliz, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz. Die Hisbollah habe zuvor drei Geschosse auf Ortschaften in Nordisrael abgefeuert. Eine Stellungnahme der Hisbollah zu den Angriffen in Beirut liegt zunächst nicht vor. Die Gruppe teilt jedoch mit, sie habe Raketen und Drohnen auf israelische Truppen im Südlibanon abgefeuert. Die Angriffe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und der Iran offenbar kurz vor einer Einigung zur Beendigung des seit mehr als drei Monaten dauernden Kriegs stehen. Der Iran hat die Einstellung der Kämpfe im Libanon stets zur Bedingung für ein umfassenderes Abkommen mit den USA gemacht. Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge handelt es sich bei dem Angriff im Stadtteil Dahieh um einen gezielten Schlag mit zwei Raketen.
Vermittler aus Katar reisen in den Iran
Wie aus Regierungskreisen in der Region verlautete, ging es darum, eine mögliche Vereinbarung über ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran fertigzustellen. US-Präsident Donald Trump und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, dessen Land ebenfalls vermittelt, hatten am Samstag angekündigt, dass das Abkommen am (heutigen) Sonntag unterzeichnet werde. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, sagte hingegen, die Unterzeichnung könnte in den nächsten Tagen erfolgen.
Israel greift nach Hisbollah-Attacke Vororte Beiruts an
Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Es seien Terrorziele der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. „Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah.“ Auch die israelische Armee teilte mit, es sei Hisbollah-Infrastruktur in Dahija angegriffen worden.
Israel wirft Hisbollah Verstoß gegen Waffenruhe vor
Israels Militär wirft der libanesischen Hisbollah-Miliz einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe vor. Auf den Norden seien drei Geschosse abgefeuert worden, die in der Nähe von zwei Gemeinden niedergegangen seien. Bereits zuvor seien am Wochenende zwei weitere Geschosse auf israelisches Territorium vorgedrungen. Im Süden Israels heulten am Sonntag zudem Alarmsirenen auf. Dies sei aber ein Fehlalarm gewesen, teilt das Militär mit.
Iran: Cyber-Angriff auf staatliche Banken
Nach einem Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken im Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört worden. Online-Zahlungen fielen zeitweise vollständig aus. Der Banken-Koordinationsrat des Landes bestätigte laut Wirtschaftsportal Eghtesad-News die Vorfälle. Das Problem sei inzwischen aber behoben und der Onlineverkehr wieder normalisiert. In Teheran berichteten zahlreiche Augenzeugen, dass in Supermärkten, Restaurants und auch an Tankstellen plötzlich keine Online-Zahlungen mehr möglich waren. Viele Beträge wurden daraufhin notiert, um sie später zu begleichen. Betroffen waren insbesondere vier große staatliche Banken sowie zahlreiche Geldautomaten in der Hauptstadt.
Fars: Teheran hat noch nicht über Abkommen entschieden
Die Führung in Teheran hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars noch nicht festgelegt, ob sie dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs mit den USA zustimmt. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, zitiert die iranische Agentur einen Insider. Die Prüfung der politischen, rechtlichen und technischen Aspekte laufe auf Experten- und Entscheidungsebene weiter.
Insider: Katar bemüht sich in Teheran um Abkommen
Katarische Unterhändler sind einem Insider zufolge diesen Morgen nach Teheran geflogen. Die Reise stehe im Zusammenhang mit den Bemühungen um den Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Führende Vertreter der USA und Pakistans haben für diesen Sonntag die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens in Aussicht gestellt, das den mehr als dreimonatigen Krieg beenden soll. Aus Teheran sind jedoch Zweifel an dem Zeitplan zu vernehmen gewesen.
Trump widerspricht Iran – Unterzeichnen Abkommen am Sonntag
Nachdem der Iran die Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA für Sonntag ausgeschlossen hat, kündigt US-Präsident Donald Trump eine Unterzeichnung für Sonntag an. Unmittelbar danach werde die Straße von Hormus wieder für alle geöffnet, erklärt Trump online. Zu einem späteren Zeitpunkt würden die USA das iranische Nuklearmaterial aus dem Land holen. Sollte der Prozess nicht reibungslos verlaufen, gebe es eine „ultimative Alternative“. Das Außenministerium in Teheran hatte eine Unterzeichnung für Sonntag zunächst ausgeschlossen.
Trump: Iran-Vereinbarung soll morgen unterzeichnet werden
In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für diesen Sonntag die Unterzeichnung einer Vereinbarung geplant. Unmittelbar danach solle die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Irans Außenamtssprecher: Noch nie so nah an einer Einigung
Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai sieht die Möglichkeit einer ersten Übereinkunft über ein Rahmenabkommen mit den USA in den kommenden Tagen. „Wir waren noch nie so nah an einer Einigung, und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Absichtserklärung in den kommenden Tagen finalisiert wird“, sagte Baghai laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna. Gleichzeitig wies Baghai Berichte über eine bevorstehende Reise iranischer Offizieller nach Genf oder Islamabad zurück. „In den nächsten ein bis zwei Tagen ist keine Reise geplant“, sagte er demnach weiter.
Iran kündigt Gebühren in Straße von Hormus an
Der Iran will für zunächst nicht näher beschriebene Dienstleistungen in der Straße von Hormus künftig Gebühren erheben. Schritte zur Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Meerenge dienten der nationalen Sicherheit und dem weltweiten Gemeinwohl, erklärt das Außenministerium der Nachrichtenagentur Fars zufolge. Zudem fordert das Ministerium ein Ende der ausländischen Militärpräsenz in der Region und bezeichnet die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder als festen Bestandteil eines geplanten Abkommens mit den USA.
US-Insider: Geplantes Abkommen ist sehr gut
Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bezeichnet das sich abzeichnende Abkommen mit dem Iran als sehr gut. Die USA werden sich an der Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen, sobald die Vereinbarung besiegelt ist, erklärt er.
Iran: Mögliche Absichtserklärung wird nicht am Sonntag unterzeichnet
Die geplante iranisch-amerikanische Absichtserklärung wird nach Angaben des Außenministeriums in Teheran nicht am Sonntag unterzeichnet. Eine Unterzeichnung in den kommenden Tagen könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, erklärt das Ministerium nach Berichten staatlicher Medien. Wegen des Zögerns der Gegenseite sei bei Äußerungen zum genauen Datum Vorsicht geboten.
Pakistan: USA-Iran-Deal vermutlich in den nächsten 24 Stunden finalisiert
Der Abschluss eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zufolge voraussichtlich innerhalb der nächsten 24 Stunden zu erwarten. Dies teilte er auf der Plattform X mit. Das Vermittlerland Pakistan bereite sich auf die „elektronische Unterzeichnung des Friedensvertrags unmittelbar danach“ vor, gefolgt von Gesprächen auf technischer Ebene in der kommenden Woche.
Tanker vor Omans Küste von Geschoss getroffen
Vor der Küste des Oman wird ein Tanker am Backbordbug von einem Geschoss unbekannter Herkunft getroffen. Der Vorfall habe sich sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) östlich des Landes ereignet, teilt die britische Seefahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung sei unversehrt geblieben. Der Tanker setze seine Fahrt zum Hafen fort.
Iran plant Beisetzung von Chamenei am 9. Juli
Die Trauerfeierlichkeiten für das getötete religiöse und politische Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, sollen staatlichen Medien zufolge am 4. Juli in Teheran beginnen. Sie enden demnach am 9. Juli mit seiner Beisetzung in Maschhad, dem Heimatort Chameneis. Er war im Februar bei den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Er stand mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze der Islamischen Republik.
Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an
Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Armee mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.



