Eine CNN-Untersuchung zeigt, dass US-Präsident Donald Trump in über 20 Fällen Unternehmen auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social bewarb, nachdem er kurz zuvor größere Aktienpakete dieser Firmen erworben hatte. Der Sender berichtet von einem zeitlichen Zusammenhang zwischen Aktienkäufen und positiven Beiträgen, die teils Regierungsmaßnahmen zugunsten der Unternehmen ankündigten.
Nvidia als Beispiel für mögliche Verflechtungen
Als konkretes Beispiel nennt CNN den Chipkonzern Nvidia. Im vergangenen Jahr kündigte Nvidia an, KI-Supercomputer in den USA zu bauen. Daraufhin schrieb Trump auf Truth Social, dass alle erforderlichen Genehmigungen beschleunigt bearbeitet und zügig erteilt würden. Nur wenige Tage zuvor soll er sich Nvidia-Aktien im Wert von 200.000 bis 500.000 Dollar zugelegt haben. Das Weiße Haus betont stets, Trump handle „ausschließlich im besten Interesse der amerikanischen Bevölkerung“ und seine Aktiengeschäfte würden von externen Vermögensverwaltern durchgeführt.
Fehlende Transparenz durch Verzicht auf Blind Trust
Im Gegensatz zu vielen Vorgängern hat Trump sein Vermögen nicht in einen Blind Trust eingebracht. Das bedeutet, er kann theoretisch wissen, mit welchen Aktien seine Vermögensverwalter handeln. Unklar bleibt jedoch, ob Trump von den Käufen wusste, als er die Beiträge auf Truth Social veröffentlichte. CNN zufolge lässt sich ein Fehlverhalten bislang nicht beweisen.
Weitere Vorwürfe der Kursmanipulation
Bereits zuvor wurde Trump vorgeworfen, Aktienkurse zu manipulieren. Im April 2025 sorgten seine harten Zollankündigungen für stark sinkende Kurse weltweit. Daraufhin schrieb er auf Truth Social: „Jetzt ist eine großartige Zeit, zu kaufen.“ Kurz darauf nahm er die Zollerhöhungen zurück, woraufhin die Kurse stark anstiegen. Kritiker sehen darin ein Muster der persönlichen Bereicherung.



