US-Präsident Donald Trump hat seinen 80. Geburtstag mit einer beispiellosen Machtdemonstration gefeiert. Am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington verwandelte er das Weiße Haus in eine Kampfarena und veranstaltete Käfigkämpfe vor dem Amtssitz. Trotz einer Gewitterwarnung ließ sich der Präsident nicht von seinem Spektakel abhalten.
Ein Abend voller Action und Prominenz
Kurz vor dem Event verkündete Trump ein „großartiges Abkommen“ mit dem Iran. Danach ging es direkt zur Kampfarena, wo Tausende Fans auf ihn warteten. Gemeinsam mit UFC-Präsident Dana White schritt Trump über den roten Teppich zum Ring. Vom Balkon salutierte er, während Sänger die Nationalhymne anstimmten und zwölf Kampfjets über das Weiße Haus donnerten. Die Zuschauer skandierten „USA, USA“ – wie bei seinen Wahlkampfveranstaltungen.
Die Arena „The Claw“
Trump ließ auf dem Südrasen des Weißen Hauses eigens eine Bühne namens „The Claw“ (Die Klaue) errichten. Die Überdachung in den Farben der US-Flagge überragte den Präsidentensitz, und Scheinwerfer strahlten den Himmel an. Das Weiße Haus flutete das Internet mit Bildern und Videos und sprach von einer „legendären Nacht“. Rund 4000 Gäste waren eingeladen, die Kämpfe vor Ort zu verfolgen. Für weitere 125.000 Zuschauer wurden außerhalb des Hauptsicherheitsbereichs Großleinwände errichtet.
Prominente Gäste und Kämpfer
Trump saß direkt am Rand des Metallkäfigs, neben ihm First Lady Melania. Bei schwülwarmen Temperaturen und Gewittergrollen verfolgten sie die Schläge und Tritte der halbnackten Kämpfer. Im Publikum traf sich die US-Führung: Vizepräsident JD Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Außenminister Marco Rubio waren anwesend. Auch Meta-CEO Mark Zuckerberg kam. Tickets nah am Ring konnten über kostspielige Sponsoren-Pakete erworben werden.
Die Kämpfe
Insgesamt waren 14 Mixed-Martial-Arts-Kämpfer gebucht. Sie traten in sieben Kämpfen gegeneinander an. Der in Deutschland geborene georgische Leichtgewichts-Champion Ilia Topuria kämpfte gegen seinen Rivalen Justin Gaethje – und verlor. Moderiert wurde das Spektakel von Joe Rogan, dem Comedian, Podcaster und langjährigen MMA-Kommentator. Trump beglückwünschte die Sieger persönlich mit Händedruck.
Kritik und Kontroversen
Kritiker warfen Trump vor, das Weiße Haus zu entwürdigen und das Land mit der umstrittenen Veranstaltung weiter zu spalten. Die Anti-Korruptions-Organisation Public Integrity Project versuchte, den Käfigkampf kurzfristig mit einer Klage zu stoppen, die jedoch abgewiesen wurde. Die Organisation warf Trump vor, er bereichere sich persönlich mit Sponsorenverträgen. Trump hatte sich in der Vergangenheit wiederholt bei UFC-Kämpfen gezeigt. Das Publikum besteht überwiegend aus jungen Männern, die ihm 2024 zum Wahlsieg verholfen hatten.
Käfigkämpfe sind wegen ihrer Brutalität umstritten. Blutende Platzwunden, Gehirnerschütterungen und Brüche sind bei der brachialen Sportart an der Tagesordnung. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Freiheit 250“ – eine Anspielung auf den 250. Jahrestag der US-Gründung, den die Vereinigten Staaten am 4. Juli landesweit feiern.



