Trump feiert Iran-Deal: Straße von Hormus ab Freitag wieder offen?
Trump feiert Iran-Deal: Straße von Hormus wieder offen?

Kurz nach dem überraschenden Durchbruch im Atomstreit mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump den Deal gefeiert. Beim G7-Gipfel im französischen Biarritz äußerte sich der US-Präsident erstmals persönlich zu der Einigung und deutete eine baldige Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus an.

Trump: „Großartiger Deal für alle“

Vor den versammelten Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen zeigte sich Trump optimistisch: „Wir haben einen großartigen Deal für alle Seiten erreicht. Der Iran wird seine Nuklearaktivitäten einstellen, und im Gegenzug werden die Sanktionen schrittweise aufgehoben.“ Besonders betonte er die wirtschaftlichen Vorteile: „Die Straße von Hormus wird ab Freitag wieder für den internationalen Schiffsverkehr geöffnet sein. Das ist eine gute Nachricht für die Weltwirtschaft.“

Reaktionen der G7-Partner

Die Reaktionen der anderen G7-Staaten fielen gemischt aus. Während Frankreichs Präsident Macron den Deal als „wichtigen Schritt zur Deeskalation“ lobte, zeigte sich Bundeskanzler Scholz zurückhaltend: „Wir müssen die Details prüfen. Entscheidend ist, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig und verifizierbar aufgibt.“ Besondere Aufmerksamkeit erregte eine Panne während der Pressekonferenz: Als Trump den Vertragstext fallen ließ, rollte Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit den Augen – ein Moment, der in den sozialen Medien viral ging.

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Hintergrund des Deals

Die Einigung war nach monatelangen indirekten Verhandlungen und mehreren gescheiterten Anläufen zustande gekommen. US-Außenminister Marco Rubio und sein iranischer Amtskollege hatten in den vergangenen Tagen intensiv hinter den Kulissen verhandelt. Kernpunkte sind ein vollständiger Stopp der iranischen Urananreicherung auf 60 Prozent sowie eine umfassende Inspektion aller Atomanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Im Gegenzug werden die US-Sanktionen gegen den Iran in mehreren Phasen aufgehoben.

Strategische Bedeutung der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seerouten der Welt. Täglich passieren rund 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Eine Blockade hätte dramatische Auswirkungen auf die globalen Ölpreise und die Energieversorgung vieler Länder. Der Iran hatte in den vergangenen Monaten mehrfach mit einer Schließung gedroht, falls die USA ihre Sanktionen nicht lockern.

Kritik und Ausblick

Während Trump den Deal als seinen persönlichen Erfolg verbucht, melden sich auch Kritiker zu Wort. Republikanische Hardliner im US-Kongress warfen dem Präsidenten vor, dem Iran zu weit entgegengekommen zu sein. „Dieser Deal belohnt jahrelange Aggression und Nuklearerpressung“, erklärte Senator Tom Cotton. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich besorgt und kündigte an, die Entwicklung genau zu beobachten.

Ob die Straße von Hormus tatsächlich ab Freitag wieder geöffnet wird, bleibt abzuwarten. Experten rechnen mit einer schrittweisen Normalisierung des Schiffsverkehrs, sobald die ersten Sanktionserleichterungen in Kraft treten. Die internationale Gemeinschaft hofft, dass der Deal eine dauerhafte Entspannung in der Region bringt.

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