Trump fürchtete Netanyahus Tötungspläne gegen Irans Spitzendiplomaten
Trump fürchtete Netanyahus Tötungspläne gegen Iran

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat während der jüngsten Verhandlungsrunde mit Iran offenbar befürchtet, dass Israels Premierminister Benjamin Netanyahu die Taktik gezielter Tötungen gegen iranische Spitzenvertreter einsetzen könnte. Das berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Demnach standen Irans Außenminister Abbas Araghchi und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf im Fokus möglicher israelischer Angriffe.

Pakistan eskortierte iranische Delegation mit Kampfjets

Vor diesem Hintergrund erklärte sich eine Reuters-Meldung vom 17. April dieses Jahres, wonach die pakistanischen Luftstreitkräfte die iranische Delegation nach einer Verhandlungsrunde in Islamabad mit zwei Dutzend Kampfjets aus dem Land eskortiert hatten. Die USA hätten Länder in der Region gebeten, Iran vor dem Szenario einer gezielten Tötung zu warnen, heißt es in dem Bericht weiter.

Israel setzt im Krieg gegen Iran seit Jahren auf gezielte Tötungen – Top-Atomwissenschaftler, Schattenkrieger und selbst der Oberste Führer der Islamischen Republik, Ali Khamenei, wurden zu Zielen. Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Krieges, bei einem Luftangriff getötet worden.

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Iran droht mit Vergeltung während Trauerfeierlichkeiten

Iran droht den USA und Israel aktuell mit Vergeltung für den Fall von Angriffen während des Staatsbegräbnisses für Khamenei. „Wir warnen die Feinde Irans, insbesondere die USA und das zionistische Regime, vor jeglicher Fehleinschätzung“, erklärte Ali Abdollahi, Kommandeur des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung am Donnerstag. Sie sollten die harte Reaktion bedenken, mit der die Streitkräfte auf jede Bedrohung und Aggression gegen das Land antworten würden.

Die Trauerprozessionen sollen am kommenden Samstag in Teheran beginnen und am 9. Juli mit seiner Beisetzung in seiner Heimatstadt Maschhad enden. Zudem sind Zeremonien in Ghom und im Irak geplant. Bereits am Mittwoch hatte Irans Außenminister Araghchi ähnlich gewarnt: Iran werde sofort und mit aller Härte auf jede Bedrohung seiner Bevölkerung oder Führung reagieren.

Israelischer Minister setzt neuen Khamenei auf Abschussliste

Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, das neue geistliche Oberhaupt Irans, Mojtaba Khamenei, stehe auf einer Abschussliste. Iranischen Medienberichten zufolge wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Dauer der Trauerfeiern verschärft. Zudem kündigte die iranische Luftfahrtbehörde am Mittwoch vorübergehende Einschränkungen des Flugverkehrs über mehreren Städten an, darunter Teheran und Maschhad.

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