US-Präsident Donald Trump will seine Online-Botschaften zu Geld machen. Sein Medienunternehmen Trump Media kündigte an, dass es gegen Bezahlung einen schnelleren Zugang zu Online-Beiträgen des Präsidenten anbieten wolle. Der Dienst „Truth API“ solle einen „lizenzierten Echtzeit-Zugriff auf Beiträge der reichweitenstärksten Truth-Social-Konten“ ermöglichen. Trump veröffentlicht fast täglich mehrere Beiträge auf seiner Onlineplattform Truth Social, mit denen er weltweit zu den unterschiedlichsten Themen für Schlagzeilen sorgt. Mit dem nun angekündigten Extra-Angebot eines schnelleren Zugriffs auf die Posts würde der Präsident seine Online-Beiträge effektiv zu Geld machen.
Hintergrund: Truth Social und Trumps Reichweite
Mit seinen rund 12,9 Millionen Followern ist Trump als US-Präsident und Plattform-Gründer der mit Abstand reichweitenstärkste Account des Netzwerks, wie die „New York Post“ berichtete. Auf den Plätzen zwei und drei folgen demnach sein ältester Sohn Donald Jr. sowie dessen Bruder Eric. Trump nutzt Truth Social regelmäßig, um politische Statements, Ankündigungen und persönliche Meinungen zu verbreiten, was oft weltweit für Schlagzeilen sorgt.
Details des neuen Angebots
Das neue Angebot soll laut Truth Social bereits am 1. August starten. Es richte sich nach Unternehmensangaben vor allem an Börsenhändler und Finanznachrichten-Anbieter, die bei Eilmeldungen auf entscheidende Zeitvorteile im Bruchteil einer Sekunde angewiesen seien. „Die Märkte reagieren bereits jetzt auf Beiträge bei Truth Social“, sagte Kevin McGurn, Interimschef der Trump Media and Technology Group. Details zu den Kosten und der genauen Zeitverzögerung sind bisher unbekannt. Das Unternehmen betont, dass der Dienst eine Möglichkeit biete, Trumps Kommunikation in Echtzeit zu verfolgen, was insbesondere für Finanzmärkte von Bedeutung sei.
Auswirkungen und Kritik
Die Ankündigung hat bereits Diskussionen ausgelöst. Kritiker sehen darin eine weitere Kommerzialisierung des Präsidentenamtes und eine potenzielle Ungleichbehandlung von Informationen. Befürworter argumentieren, dass es sich um ein legitimes Geschäftsmodell handle, das auf die Bedürfnisse von Finanzprofis zugeschnitten sei. Ob der Dienst tatsächlich einen signifikanten Einfluss auf die Märkte haben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass Trump mit Truth Social eine Plattform geschaffen hat, die er sowohl politisch als auch wirtschaftlich nutzt.



