Trump-Minister Bessent beleidigt Selenskyj als „kleinen Scheißer“ und „Mr. Bean auf Crack“
Trump-Minister beleidigt Selenskyj als „Mr. Bean auf Crack“

US-Finanzminister Scott Bessent (63) soll den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) vor dem folgenschweren Treffen im Oval Office im Februar 2025 massiv beleidigt haben. Wie die „New York Times“-Reporter Maggie Haberman und Jonathan Swan in ihrem Buch „Regime Change“ enthüllen, bezeichnete Bessent Selenskyj unter anderem als „kleinen Scheißer“ und „Mr. Bean on crack“ – eine Anspielung auf den britischen Komiker Mr. Bean, der unter Drogeneinfluss stehe.

Bessent riet Trump von Treffen ab

Die Beleidigungen fielen laut den Buchautoren in einem Gespräch zwischen Bessent und Präsident Donald Trump im Vorfeld des Selenskyj-Besuchs. Bessent habe Trump demnach empfohlen, den ukrainischen Staatschef erst nach der Unterzeichnung des Rohstoffabkommens ins Weiße Haus zu lassen. Das Abkommen sah einen Investitionsfonds zum Wiederaufbau der Ukraine und die Beteiligung der USA an der Erschließung ukrainischer Rohstoffe wie Seltene Erden, Öl und Gas vor. Es war monatelang verhandelt worden, doch ein zentraler Punkt blieb strittig: Kiew wollte den Vertrag an konkrete Sicherheitszusagen der USA knüpfen, um sich gegen russische Angriffe abzusichern. Washington lehnte dies ab.

Wörtliche Zitate: „Ich habe diesem kleinen Scheißer gezeigt, wo's langgeht“

Bessent äußerte sich demnach abfällig über Selenskyj: „Ich habe diesem kleinen Scheißer gezeigt, wo's langgeht. Mit dem ist es nicht einfach. Für die Europäer ist er so etwas wie das Sorgenkind. Und er benimmt sich wie Mr. Bean auf Crack.“ Die Autoren berichten, dass Bessent Selenskyj als Problemfall beschrieb und Trump von einem direkten Treffen abriet.

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Obwohl sich beide Seiten am 25. Februar 2025 auf einen Rahmen für den Vertrag einigten, scheiterte die Unterzeichnung geplant für den 28. Februar am öffentlichen Streit im Oval Office. Selenskyj wurde de facto aus dem Weißen Haus geworfen. Erst Ende April unterzeichneten beide Seiten das Abkommen. Mehrere Trump-Mitarbeiter hatten eine Eskalation befürchtet.

Nach dem Eklat: Bessent wirft Selenskyj „diplomatisches Eigentor“ vor

Nach dem politischen Fiasko sagte Bessent der Agentur Bloomberg, Selenskyj habe sich „ein diplomatisches Eigentor“ geschossen. Er fügte hinzu: „Ich war schockiert, dass Präsident Selenskyj ins Oval Office kommt, sich so benimmt, so mit dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten spricht und – noch wichtiger – das amerikanische Volk auf diese Weise respektlos behandelt.“

Früheres Treffen in Kiew eskalierte ebenfalls

Die Spannungen zwischen Bessent und Selenskyj waren nicht neu. Laut den Buchautoren eskalierte auch ein früheres Treffen in Kiew. Die Männer machten sich 45 Minuten lang gegenseitig Vorwürfe. Bessent habe schließlich gemotzt: „Was zur Hölle willst du machen?“ Die Gespräche zum Rohstoff-Deal kamen ins Stocken. Laut Haberman und Swan prüfte Usha Vance, die Ehefrau von Vizepräsident JD Vance, die ukrainischen Änderungen, bezeichnete sie als „schrecklich“ und überarbeitete sie umfangreich.

Maggie Haberman ist bekannt für Enthüllungen über das Weiße Haus. Sie berichtete, dass Trump während seiner ersten Amtszeit Geheimdokumente in der Toilette heruntergespült haben soll. Zudem enthüllte sie, dass Trump im Midterm-Wahlkampf 2022 ein Dinner mit sich für 125.000 Dollar verkaufte.

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