Trump und Selenskyj vereinbaren Treffen beim Nato-Gipfel in Ankara
Trump und Selenskyj treffen sich beim Nato-Gipfel

US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben ein persönliches Gespräch für die kommende Woche vereinbart. Das Treffen wird am Mittwochnachmittag am Rande des Nato-Gipfels in der türkischen Hauptstadt Ankara stattfinden, wie eine US-Regierungssprecherin mitteilte. Der zweitägige Gipfel beginnt am Dienstag.

USA drängen auf Kriegsende

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Keine der beiden Seiten mache nennenswerte militärische Fortschritte, sagte ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. Trump verspüre daher „ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen“, so der Beamte. Man sei zuversichtlich, Fortschritte erzielen zu können, wenn Trump und Selenskyj zusammenkommen – und er sei sich sicher, dass sich Trump auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Verbindung setzen werde.

Vermittlungsbemühungen der USA

Die USA vermitteln schon länger zwischen Russland und der Ukraine. Angesichts ihres eigenen Kriegs gegen Iran rückten die Bemühungen aber zuletzt in den Hintergrund. Am Samstag hatte Trump sowohl mit Putin als auch mit Selenskyj telefoniert. Selenskyj erklärte anschließend, er und Trump hätten in dem „sehr guten Telefonat“ über die Lage an der Front und die Bemühungen auf diplomatischer Ebene gesprochen. Es gebe „die Aussicht, diesen Krieg zu beenden“. Die Entschlossenheit der USA sei dabei entscheidend, so der ukrainische Präsident. Trump und Selenskyj waren zuletzt im Juni beim G7-Gipfel in Frankreich zusammengekommen.

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Neue Militärhilfen für die Ukraine

Beim Nato-Gipfel in der Türkei soll die Ukraine nun offenbar auch ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich Vertreter der 32 Bündnisstaaten in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Selenskyj warnt vor neuen russischen Angriffen

Vor Beginn des Gipfels werde es noch zu massiven russischen Angriffen kommen: Das befürchtet Selenskyj eigenen Angaben zufolge. In einer Warnung in den sozialen Medien berief er sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. „Das entspricht ganz Putins Art – unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag und vor dem Nato-Gipfel in Ankara“, sagte er. Russland wolle schlicht „noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten“.

Trump plant auch Treffen mit Erdoğan und al-Sharaa

Trump plant seiner Regierungssprecherin zufolge, sich bereits am Dienstagabend nach seiner Ankunft in Ankara mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu einem bilateralen Gespräch zu treffen. Neben dem Treffen mit Selenskyj am Mittwoch will der US-Präsident dann auch mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa sprechen. Worum es dabei gehen soll, ist unklar. Trump hatte zuvor mehrfach vorgeschlagen, dass Syrien gegen die Hisbollah-Miliz kämpfen solle – was al-Sharaa mehrfach abgelehnt hat. Weitere bilaterale Unterredungen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht. Am Mittwochabend plant Trump dann seine Rückkehr nach Washington.

Ankara bereitet sich auf Gipfel vor

Die türkische Regierung will Ankara zum Nato-Gipfel im besten Licht präsentieren. Anwohner wundern sich über plötzlich beseitigte Straßenschäden. Taxifahrer wollen mit Süßigkeiten punkten. Regierungskritiker sind unerwünscht.

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