Trump verhöhnt Meloni mit Meme: „Restraining order needed“
Trump verhöhnt Meloni: Meme vor Nato-Gipfel

Trump postet spöttisches Meme über Meloni

US-Präsident Donald Trump hat die Auseinandersetzung mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit einem neuen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social wieder angefacht. Am Wochenende postete Trump ein Meme, das ein Foto zeigt, auf dem Meloni ihn angeblich anhimmelt. Darüber steht der Satz: „Restraining order needed“ – eine Anspielung auf eine einstweilige Verfügung, die ihn vor Melonis angeblichen Avancen schützen solle.

Die einstigen Verbündeten Trump und Meloni geraten bereits seit Monaten immer wieder aneinander. Im April verurteilte Meloni die Angriffe gegen den Papst aus den USA als „inakzeptabel“, woraufhin Trump sich enttäuscht über die fehlende Unterstützung der italienischen Regierung im Irankrieg zeigte. Italien hatte US-Flugzeugen verboten, auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien zu landen.

Hintergrund: G7-Gipfel und Nato-Treffen

Kurz vor dem Nato-Gipfel in der Türkei, der am Dienstag beginnt, heizt Trump die Kontroverse weiter an. Mitte Juni, nach dem G7-Gipfel in Frankreich, war der Streit eskaliert: Trump behauptete, Meloni habe ihn um ein gemeinsames Foto „angefleht“ und ihm „leidgetan“. Die italienische Regierungschefin wies dies in einem Selfie-Video auf Instagram empört zurück: „Ich und Italien flehen nie.“

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Nach diesem Schlagabtausch hatte Meloni zuletzt einen diplomatischeren Ton angeschlagen. Sie betonte, die Zusammenarbeit zwischen den USA und Italien beruhe auf einer „so langen und soliden Geschichte“ und werde nicht durch „eine Diskussion in den sozialen Medien“ infrage gestellt. „Ich denke, dass unsere bilaterale Zusammenarbeit mit den USA wieder zur Normalität zurückkehren sollte“, sagte Meloni vor knapp zwei Wochen. Trump scheint dies jedoch anders zu sehen.

Italienische Regierung bleibt gelassen

Meloni selbst reagierte zunächst nicht auf Trumps neuesten Post. Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagte dem Sender Sky TG24: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir auf Erklärungen dieser Art nicht reagieren werden. Deshalb machen wir einfach weiter. Wir sind überzeugt, dass die transatlantischen Beziehungen weit über einzelne Äußerungen hinausgehen.“ Trumps Äußerungen „kommentieren sich von selbst“.

Der Nato-Gipfel in der Türkei steht unter dem Zeichen der angespannten transatlantischen Beziehungen. Neben dem Konflikt mit Italien hat Trump auch mit anderen europäischen Verbündeten Differenzen. So forderte er zuletzt höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Partner und kritisierte die europäische Haltung im Ukraine-Krieg. Ein Treffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj am Rande des Gipfels ist bereits angekündigt.

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