Trump verkündet vollständige Entwaffnung der Hamas – Meilenstein oder bloße Ankündigung?
Trump: Vollständige Entwaffnung der Hamas vereinbart

Trump verkündet historische Einigung zur Entwaffnung der Hamas

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social eine Vereinbarung zur „vollständigen Entwaffnung“ der islamistischen Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen im Gazastreifen verkündet. Er bezeichnete den Schritt als „monumentalen Schritt“ hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit. Der von den USA initiierte sogenannte Friedensrat (Board of Peace) habe die Einigung erzielt. Von der Hamas gab es zunächst keine Stellungnahme, sodass unklar bleibt, ob die Ankündigung tatsächlich von der Miliz mitgetragen wird.

Details des Friedensplans

Laut Trump sieht die Vereinbarung vor, dass im Gegenzug für die Abgabe aller Waffen die israelischen Streitkräfte nach Abschluss der Entwaffnung aus dem Gazastreifen abziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe soll gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei für die Sicherheit der Bewohner und der Nachbarregionen sorgen. Israel erhalte die Zusicherung, dass der Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge genutzt werde. Trump dankte den Vermittlerstaaten Katar, Ägypten und der Türkei für ihre Unterstützung.

Zuvor hatte es Berichte über Fortschritte bei Gesprächen in Kairo gegeben. Hamas-Kreise bestätigten, dass weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden sei. Die Hamas zeigte sich demnach bereit, ihre Waffen unter die Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung und der internationalen Vermittler zu stellen, jedoch nicht an Israel zu übergeben. Im Gegenzug forderte die Hamas den vollständigen Abzug der israelischen Truppen und ein Ende gezielter Tötungen. Zudem solle die Übergangsverwaltung die Verantwortung für ehemalige Hamas-Angestellte übernehmen.

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Israels harte Forderungen

Ein israelischer Regierungsvertreter erklärte vor Trumps Ankündigung, Israel bestehe auf einer vollständigen Entwaffnung der Hamas, einschließlich des Abtransports aller Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets. Der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle diese Forderungen nach israelischer Auffassung nicht ausreichend. Es werde keinen Abzug der israelischen Armee von der sogenannten „gelben Linie“ geben, solange die Entwaffnung nicht vollständig umgesetzt sei.

Seit Oktober 2025 herrscht im Gazakrieg eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder durch tödliche Angriffe und Konfrontationen erschüttert wird. Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des abgeriegelten Küstengebiets. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe, ihre Herrschaft in den von ihr kontrollierten Gebieten wieder zu festigen. Der Konflikt begann mit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel.

Bewertung und Ausblick

Trump selbst bezeichnete die Vereinbarung als „Meilenstein“. Ob die Ankündigung tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwaffnung führt, bleibt abzuwarten. Der Friedensrat, der zu Jahresbeginn 2026 ins Leben gerufen wurde, soll den Wiederaufbau Gazas und die Nachkriegsordnung überwachen. Bisherige Versuche, die Hamas zur Aufgabe ihrer Waffen zu bewegen, waren gescheitert. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Skepsis, da ähnliche Ankündigungen in der Vergangenheit oft nicht umgesetzt wurden.

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