Trump-Watch: Doch keine Marionette – Neuer Fed-Chef Kevin Warsh riskiert den Konflikt mit Trump
Der neue Chef der US-Notenbank, Kevin Warsh, hat klargestellt, dass er vorrangig die Inflation auf zwei Prozent senken will. Donald Trump, der Warsh an die Spitze der Fed gesetzt hatte, reagierte darauf enttäuscht. Er hatte von Warsh weitere Zinssenkungen erwartet. Nun zeichnet sich jedoch ab, dass Warsh eher auf Zinserhöhungen zusteuert.
Im Podcast „Trump Watch“ sprachen die Hosts Nicole Bastian und Christian Lammert mit dem Ex-Fed-Ökonomen Volker Wieland über Warshs Kurs und die Herausforderungen in der US-Wirtschaft. Wieland, Professor für Finanzökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt, warnte: „Irgendwann wird es da zum Konflikt mit Trump kommen.“ Er glaubt jedoch, dass Warsh im Hintergrund dafür gesorgt hat, dass Trump ihn nicht sofort direkt angreift, sondern ihm eine gewisse Zeit lässt, die Fed zu drehen.
Die zweigeteilte Lage der US-Wirtschaft
Wieland erläuterte die aktuellen Herausforderungen der Notenbank. Die US-Wirtschaft befinde sich in einer zweigeteilten Lage: Während einige Sektoren boomen, kämpfen andere mit hohen Kosten und Inflation. Die Fed müsse einen schwierigen Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung meistern.
Trump-News: Abkommen zwischen USA und Iran
In der aktuellen Folge analysierten die Hosts zudem das Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Dieses könnte weitreichende Auswirkungen auf die geopolitische Lage und die Ölmärkte haben.
Kevin Warsh sei nicht der Totengräber der US-Notenbank, betonten die Experten. Vielmehr stehe er vor der Herkulesaufgabe, die Unabhängigkeit der Fed zu wahren und gleichzeitig die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.
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