Trump-Regierung plant Regulierung neuer KI-Modelle durch freiwillige Standards
Trump will KI-Modelle mit freiwilligen Standards regulieren

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump plant, die Veröffentlichung neuer Modelle für Künstliche Intelligenz (KI) durch freiwillige Standards zu regulieren. Dies berichtet die „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf Insider. Demnach befinde sich die Administration in Washington in fortgeschrittenen Gesprächen mit führenden KI-Unternehmen. Eine Ankündigung sei bereits in der kommenden Woche möglich.

Was die Standards beinhalten sollen

Die geplanten Standards sollen laut dem Bericht Richtwerte für fortschrittliche KI-Modelle sowie Zeitpläne für deren Einführung festlegen. Zudem solle geklärt werden, wer in den USA und im Ausland Zugriff auf diese Modelle erhält. Neben dem sogenannten Center for AI Standards and Innovation soll auch der Geheimdienst NSA bei der Ausarbeitung und Überwachung der Standards mitwirken. Die NSA war 2013 durch die von Edward Snowden enthüllte Massenüberwachung von Telefon- und Internetdaten weltweit bekannt geworden.

Hintergrund der Regulierungspläne

Hintergrund sind Sorgen in Washington, dass fortschrittliche KI von Geheimdiensten in China, Russland oder anderen als kritisch eingestuften Staaten missbraucht werden könnte. Trump hatte die zuständigen Behörden bereits im Juni per Dekret angewiesen, Standards für die Erprobung neuer KI-Modelle vor deren Freigabe zu erarbeiten. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses sowie der KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic lag zunächst nicht vor.

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Jüngste Entwicklungen und Beteiligungsvorschlag

Zuletzt hob das US-Handelsministerium Exportkontrollen für die fortschrittlichsten Modelle von Anthropic auf, nachdem es deren Aussetzung erst drei Wochen zuvor angeordnet hatte. OpenAI wiederum verschob auf Bitten der Regierung die öffentliche Einführung seines neuen Modells GPT-5.6. Vor diesem Hintergrund berichtet die FT auch, dass OpenAI vorschlage, der Trump-Regierung 5 Prozent seiner Unternehmensanteile zu geben. Diese hätten einen Gegenwert von 42,6 Milliarden US-Dollar, das Unternehmen hinter ChatGPT wird derzeit mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Andere KI-Firmen sollen demnach ebenfalls Unternehmensanteile abgeben.

Bewertung und Ausblick

Der Schritt wird als Versuch gewertet, die Regierung zu besänftigen. Trump hatte es im Juni als „schöne Sache“ bezeichnet, wenn sich die Administration an KI-Unternehmen beteilige. So könnten die Amerikaner „Partner in dieser Revolution“ werden. Experten erwarten, dass die freiwilligen Standards einen Rahmen für die künftige Entwicklung und Nutzung von KI setzen könnten, ohne die Unternehmen zu stark zu belasten. Die genauen Details sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

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