USA leiten neue Angriffswelle gegen Iran ein
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge eine Reihe „heftiger Angriffe“ gegen Ziele in Iran begonnen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom teilte am Dienstag mit, die Angriffe seien eine direkte Reaktion auf iranische Attacken auf drei Tanker im Bereich der Straße von Hormus. Washington macht die Führung in Teheran für diese Angriffe verantwortlich, bei denen unschuldige Zivilisten an Bord der Schiffe gefährdet wurden.
Hintergrund: Angriffe auf drei Tanker
Die neuen US-Angriffe folgen auf eine Eskalation in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Bereits am 18. Juni war es zu Zwischenfällen mit Tankern gekommen, die Washington nun zum Anlass für Vergeltungsschläge nimmt. Die genauen Ziele der aktuellen Angriffe wurden zunächst nicht bekannt gegeben, doch Centcom sprach von „mächtigen Schlägen“, um Iran für die Bedrohung der Handelsschifffahrt zur Rechenschaft zu ziehen.
Bemerkenswertes Timing
Die Militäraktion erfolgt nur wenige Tage, nachdem die USA neue Ölsanktionen gegen Iran wieder in Kraft gesetzt hatten. Beobachter werten das Timing als bemerkenswert, da Washington damit sowohl wirtschaftlichen als auch militärischen Druck auf Teheran ausübt. Die iranische Führung hat sich bislang nicht offiziell zu den Angriffen geäußert.
Centcom: Vergeltung für Angriffe auf Handelsschiffe
In einer Mitteilung auf der Plattform X (ehemals Twitter) erklärte Centcom: „Streitkräfte des US-Zentralkommandos haben begonnen, eine Reihe mächtiger Schläge gegen Iran zu starten, um hohe Kosten für das Zielen auf und Angreifen von Handelsschiffen zu verhängen, die von unschuldigen Zivilisten auf einer internationalen Wasserstraße betrieben werden.“ Die Angriffe seien eine direkte Antwort auf iranische Attacken auf drei Tanker.
Auswirkungen auf die Region
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt für den Öltransport. Rund ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs wird durch diese Meerenge verschifft. Die neuen Angriffe könnten die Spannungen in der Region weiter verschärfen und die Energiepreise weltweit beeinflussen. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region in den vergangenen Wochen verstärkt.



