USA rechnen trotz Angriffen weiter mit Iran-Gesprächen
USA rechnen trotz Angriffen weiter mit Iran-Gesprächen

USA halten an Iran-Gesprächen fest

Die USA rechnen trotz mehrerer Angriffe während der Waffenruhe weiterhin mit Gesprächen mit dem Iran in den kommenden Tagen. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Es wurde nichts abgesagt.“ Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens seien weiterhin für die kommenden Tage geplant. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig. Ein Ort für mögliche Gespräche wurde nicht genannt. In den vergangenen Tagen hatte es US-Angriffe auf Ziele im Iran gegeben, nachdem Washington Teheran Attacken in der Straße von Hormus vorgeworfen hatte. Damit drohte der Konflikt knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens erneut zu eskalieren.

Bericht: Einigung auf Ende gegenseitiger Angriffe

Die USA und der Iran haben sich einem Medienbericht zufolge auf ein Ende ihrer gegenseitigen Angriffe geeinigt. Beide Seiten planen demnach für Dienstag ein Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha, um ihren Streit um die Straße von Hormus beizulegen, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsvertreter. Stellungnahmen der beiden Länder liegen zunächst nicht vor.

Israel zerstört Hisbollah-Tunnel im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach offiziellen Angaben im Südlibanon einen weitreichenden unterirdischen Tunnel zerstört. Es handele sich um „Terrorinfrastruktur“ der libanesischen Hisbollah-Miliz im Gebiet des Ortes Madschdal Sun, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz. Der Tunnel war mehr als 200 Meter lang und über 25 Meter tief. Dort sollen Hunderte Waffen gelagert gewesen sein, außerdem befanden sich dort mehrere Abschussschächte für Angriffe auf Israel. Der Tunnel war rund zehn Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.

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Iran bleibt technischen Gesprächen fern

Der Iran hat nach eigenen Angaben wegen der jüngsten Angriffe auf das Land und nach seiner Darstellung unerfüllter Bedingungen der Absichtserklärung mit den USA nicht an den für heute geplanten technischen Gesprächen teilgenommen. „Einer der Gründe ist etwa zu prüfen, ob wir Zugang zu den freigegebenen Geldern haben“, sagte Mehdi Fazaeili, ein Mitarbeiter aus dem Büro des geistlichen Oberhaupts, im staatlichen Fernsehen. „Wenn wir darauf nicht zugreifen können, ist diese Bedingung nicht erfüllt“, erklärte er. Eine Stellungnahme der USA liegt zunächst nicht vor.

Iranischer Parlamentspräsident fordert Treffen zu Libanon

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat ein rasches Treffen eines neuen Gremiums zur Kontrolle des Konflikts im Libanon gefordert. Die „Konfliktkontroll-Einheit“ des Irans, der USA und des Libanons solle sobald wie möglich ein Treffen ansetzen, zitierten ihn iranische Staatsmedien. Im Libanon war der Krieg zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah am 2. März wieder aufgeflammt, kurz nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar.

Mehr Schiffsverkehr in der Straße von Hormus

Trotz der angespannten Sicherheitslage hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Angaben einer multinationalen Informations- und Koordinierungsstelle für die Handelsschifffahrt in der Region zugenommen. In den vergangenen 72 Stunden sei vor den Küsten des Iran und Omans mehr Verkehr registriert worden, teilte das unter Aufsicht der US-Marine stehende Gemeinsame Maritime Informationszentrum (JMIC) mit. Von den USA unterstützte Durchfahrten von Handelsschiffen seien trotz der erhöhten Bedrohungslage ohne Unterbrechung fortgesetzt worden.

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Irans Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche

Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA. In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats sowie das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA unverzüglich zu beenden. Dies müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, hieß es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde.

Katarischer Staatsbürger stirbt bei Militäroperationen

Ein katarischer Staatsbürger ist nach Angaben des Innenministeriums an Splitterverletzungen infolge von „Militäroperationen in der Region“ gestorben. Zuvor sei ein Boot mit dem Mann und einer weiteren Person an Bord vermisst worden. Die zweite Person sei verletzt worden, teilt das Ministerium mit. Das Boot sei in den frühen Morgenstunden nach einer Suchaktion entdeckt worden. Den genauen Ort des Vorfalls nennt die Behörde nicht.

Irans Außenminister: Israel muss aus Libanon abziehen

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Israel erneut zum Ende der Angriffe im Libanon und zu einem Rückzug des Militärs aus dem Nachbarland aufgefordert. Er äußerte sich während eines Staatsbesuchs im Irak. Zuvor hatte es erneut US-Angriffe auf Ziele im Iran gegeben sowie Angriffe Teherans auf Bahrain und Kuwait. Das US-iranische Rahmenabkommen, das den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen soll, sieht ein Ende des Krieges „an allen Fronten“ bereits während einer 60-tägigen Verhandlungsphase vor.

Israelische Angriffe im Südlibanon

Israel hat laut einem libanesischen Medienbericht Ziele im Süden des Libanons angegriffen. Einen Angriff habe es im Dorf Taybe gegeben, einen weiteren im Raum Nabatije, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Angaben zu Opfern machte sie zunächst nicht. Kämpfer der Schiitenmiliz Hisbollah hatten in der Nacht zum Sonntag im südlichen Dorf Deir Sirjan einen israelischen Soldaten getötet, wie das Militär mitteilte.

Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus

Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus aufs Neue allein für sich. „Die Straße von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung des Iran gestellt“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Verantwortung für die Meerenge liege allein beim Iran. „Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern“, sagte Araghtschi.

Iran greift Bahrain an

Der Golfstaat Bahrain hat die jüngsten Angriffe des Irans mit Drohnen und Raketen bestätigt. Das Außenministerium in Manama sprach von einer „gefährlichen Eskalation“, die einem „bewussten Muster wiederholter Angriffe“ gegen das Land folge. Der Iran halte an seinem Kurs fest und sei mit Blick auf das Rahmenabkommen mit den USA über ein Ende der Gewalt „allein verantwortlich“ dafür, die noch bleibenden Chancen auf eine Deeskalation zu untergraben. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) griffen nach eigenen Angaben Ziele in Bahrain sowie Kuwait an. Man habe Infrastruktur des US-Militärs in beiden Ländern zerstört. In Bahrain heulten mehrfach die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner auf, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu begeben. Ein Wohngebäude wurde beschädigt, Tote habe es nicht gegeben.

Israel: Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge Hisbollah-Kämpfer im Süden des Libanon getötet. Der Einsatz in der Gegend von Nabatäa gegen die mit Panzerfäusten bewaffneten Männer sei erfolgt, um eine Bedrohung für israelische Soldaten abzuwenden, teilt das Militär mit. Zudem hätten die Streitkräfte ein Gebäude beschossen, von dem aus die Kämpfer agierten. Die Armee habe auch eine Raketenabschussrampe zerstört.

Trump bestätigt US-Angriffe und droht Iran mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump bestätigte Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran. Getroffen worden seien Lager für Raketen und Drohnen sowie Radarstellungen an der Küste, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Als Grund nannte er die Verletzung eines Waffenstillstandsabkommens. „Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen“, schrieb Trump weiter. „Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.“

US-Angriffe auf Iran „abgeschlossen“

Die US-Angriffe auf den Iran sind einem Bericht des Senders Fox News zufolge „abgeschlossen“. Der Sender beruft sich dabei auf einen Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Zuvor hatte das US-Militär mitgeteilt, als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Handelsschiff Ziele im Iran anzugreifen.