USA kürzen Aufenthaltsdauer für Auslandsjournalisten
Die US-Regierung hat neue Visaregelungen angekündigt, die die Aufenthaltsdauer für ausländische Journalisten drastisch reduzieren. Statt bisher bis zu fünf Jahren erhalten Medienvertreter künftig nur noch Visa für maximal 240 Tage. Besonders hart trifft die Regelung chinesische Journalisten, deren Aufenthaltstitel auf lediglich 90 Tage begrenzt wird. Das teilte die zuständige Behörde Homeland Security in einem vorläufigen Dokument mit.
China kritisiert diskriminierende Praktiken
Peking hat die neuen Visarestriktionen scharf verurteilt. Außenamtssprecher Lin Jian erklärte: „China lehnt die diskriminierenden Praktiken der USA gegenüber bestimmten Ländern entschieden ab.“ Die Vorschriften verstießen gegen bestehende Übereinkünfte zu Medienfragen und beeinträchtigten die Arbeit chinesischer Medien in den USA erheblich. Lin forderte die USA auf, die diskriminierenden Maßnahmen unverzüglich aufzuheben und die Rechte chinesischer Journalisten zu schützen. „China behält sich das Recht vor, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, drohte er.
CPJ verurteilt Schritt
Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) kritisierte das Vorgehen der US-Regierung ebenfalls. „Damit wird eine jahrzehntelange Politik aufgegeben, die es ausländischen Journalisten ermöglicht hat, aus den USA zu berichten, ohne befürchten zu müssen, dass ihr Visastatus gegen sie als Waffe eingesetzt werden könnte“, teilte die Organisation mit. Laut CPJ sind „Tausende“ Auslandsjournalisten von den Änderungen betroffen.
Änderungen auch bei Studentenvisa
Homeland Security plant zudem Einschränkungen für Studentenvisa. Diese sollen künftig nur noch für die Dauer des Studiums und maximal vier Jahre gelten. Die genauen Auswirkungen der neuen Regelungen bleiben abzuwarten, während Peking bereits Gegenmaßnahmen androht.



