VW-Krise, Schiri-Geste, Musk gegen ZDF: Die Abendlage
VW-Krise, Schiri-Geste, Musk gegen ZDF: Abendlage

Volkswagen in der Krise: Vorstände malen schwarz

In Wolfsburg sorgt ein vertrauliches 177-Seiten-Papier der Beratungsfirma BCG für Aufsehen. In einer internen „Belief Audit“-Umfrage wurden acht Konzernvorstände von Volkswagen, der heutige Porsche-Chef Michael Leiters sowie Aufsichtsratsmitglieder befragt. Das Ergebnis Ende 2025 ist alarmierend: Die Mehrheit der Konzernspitze hält die Lage für extrem kritisch, sechs von neun Vorständen sehen den Konzern sogar als existenzgefährdet an. Einig ist man sich lediglich darin, dass das bisherige Geschäftsmodell – Entwicklung in Deutschland, Produktion in Europa, Verkauf weltweit – überholt ist. Auch die Strategien für China und Nordamerika werden als nicht nachhaltig bewertet. Gleichzeitig herrscht Uneinigkeit über den künftigen Kurs, der Zusammenhalt in Vorstand und Aufsichtsrat wird als schwach beschrieben. CEO Oliver Blume treibt einen harten Sparkurs voran, stellt Werke infrage und plant milliardenschwere Kostensenkungen. Doch selbst zentrale Planungen stoßen intern auf Zweifel. Kritiker vermuten, dass die düsteren Umfrageergebnisse vor allem den Druck auf die Arbeitnehmer erhöhen sollen, da betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen sind.

Schiedsrichter Evans im Kreuzfeuer: „Unwillkürliches Zucken“

Eine kurze Handbewegung von Schiedsrichter Shaun Evans vor dem Länderspiel Deutschland gegen Curaçao sorgt für Aufregung. In sozialen Medien wurde spekuliert, die Geste – Daumen und Zeigefinger formen einen Kreis, die übrigen Finger sind ausgestreckt – könne das rechtsextreme „White Power“-Symbol sein. Evans beteuerte, es habe sich um ein „unwillkürliches, unterbewusstes Zucken“ gehandelt, ohne politische Botschaft. Die Fifa prüfte den Vorfall und stellte keinen Verstoß fest. Die Geste wird uneindeutig interpretiert: Sie dient vielen als „Okay“-Zeichen, wird aber auch von rechtsextremen Gruppen genutzt.

Elon Musk geht juristisch gegen ZDF vor

Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an, nachdem in der Sendung „ZDFheute live“ behauptet wurde, Musk und ein britischer Rechtsextremist hätten zu Gewalt gegen Migranten aufgerufen. Tatsächlich hatte Musk Beiträge des Aktivisten Tommy Robinson geteilt und zu Protesten aufgerufen, jedoch nicht explizit zu Gewalt. Das ZDF räumte ein, die Formulierung sei „unpräzise und missverständlich“ gewesen, und passte den Beitrag an. Musks Anwalt fordert eine Unterlassungserklärung. Beobachter sehen Parallelen zu US-Präsident Donald Trump, der die BBC wegen einer ähnlichen Darstellung verklagte und damit erfolgreich einschüchterte.

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