Argentinien dreht das Spiel in der Schlussphase
Bis zur 85. Minute sah es für England nach der Erlösung aus: Die Three Lions führten im WM-Halbfinale in Atlanta gegen Titelverteidiger Argentinien mit 1:0. Doch dann schlug die Albiceleste zurück. Mit zwei Toren innerhalb von sieben Minuten drehte Argentinien die Partie und gewann mit 2:1. Während millionenfach englische Herzen brachen, explodierte Argentinien vor Freude. Die internationale Presse ist voll des Lobes für die Mentalitätsmonster und übt scharfe Kritik an Englands Trainer Thomas Tuchel.
Englands Herzschmerz: Tuchel im Fokus der Kritik
Die englische Presse reagiert mit Enttäuschung und Wut. „The Sun“ titelt: „Welt des Leids. Die Three Lions sind am Boden zerstört. Die Fans schimpfen: 'Das geht auf Tuchels Konto' – der englische Nationaltrainer wird wegen 'feiger' Auswechslungen bei der Niederlage im WM-Halbfinale scharf kritisiert.“ Auch „The Mirror“ sieht die Schuld bei Tuchel: „Das ist herzzerreißend. Tuchels Wechsel gehen nach hinten los.“
„The Guardian“ schreibt: „Argentinien bricht Englands Herzen. Die Mentalitätsmonster haben es wieder getan!“ Die „Daily Mail“ erinnert an die historische Belastung: „Es ist wieder passiert ... Es ist eine weitere schmerzhafte Niederlage für England. Aller guten Dinge sind drei. Die Three Lions verlieren ihr drittes WM-Halbfinale in Folge, und diese Niederlage schmerzt besonders. Die Titelverteidiger werden am Sonntag ihren Titel verteidigen.“
Argentinische Ekstase: „Ein Sieg für die Ewigkeit“
In Argentinien hingegen ist die Freude grenzenlos. „Clarín“ schreibt: „Argentinien schreibt gegen England erneut Geschichte: Die Albiceleste dreht ein weiteres episches Spiel und steht im Finale gegen Spanien.“ „Olé“ feiert die Helden: „Historische Aufholjagd, tschüss England und ab ins WM-Finale. Mit Toren von Enzo Fernández und Lautaro Martínez besiegte die Albiceleste die Briten mit 2:1 und steht im Finale der Weltmeisterschaft.“ „La Nación“ nennt den Sieg schlicht „Ein Sieg für die Ewigkeit.“
Besonders Lionel Messi wird gefeiert. Die spanische „Sport“ schreibt: „Er ist unsterblich. Einzigartig. Unersetzlich. Lionel Andrés Messi Cuccittini weigert sich zu gehen. Der Kapitän führte Argentiniens Wunderteam in Atlanta zu einem epischen Comeback, eliminierte England und schrieb damit erneut Geschichte.“ Die „Gazzetta dello Sport“ hebt seine zwei Assists hervor: „Zwei Assists von Messi und Lautaros Tor in der 92. Minute: Argentinien dreht das Spiel gegen England und stürmt ins Finale gegen Spanien!“
Internationale Pressestimmen: Lob für Argentinien, Mitleid mit England
Frankreichs „L'Équipe“ spricht von einem „heroischen Argentinien“: „Fünf Minuten vor dem Ende zurückliegend und erneut bis an die Grenzen gedrängt, hat Argentinien wieder eine außergewöhnliche Remontada geschafft, um die Three Lions an diesem Mittwoch in Atlanta aus dem Turnier zu werfen.“ „Le Figaro“ ergänzt: „Unverwüstlich. Unermüdlich. Wie durch ein Wunder. Wie schon im Achtelfinale gegen Ägypten ist Argentinien auch diesmal aus dem Nichts zurückgekommen, um England an diesem Mittwoch in Atlanta zu stürzen.“
Die „USA Today“ kommentiert: „Argentinien hat mit einem weiteren atemberaubenden Comeback den Einzug ins WM-Finale geschafft und mit zwei Toren innerhalb von sieben Minuten einen 2:1-Sieg gegen Rivalen England perfekt gemacht. Es ist eine bittere Niederlage für ein englisches Team, das weiterhin auf seinen ersten Titel seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1966 wartet.“ Die österreichische „Kronen Zeitung“ fasst zusammen: „Wahnsinn! Was war das für eine Schlacht in Atlanta! Argentinien dreht das WM-Halbfinale gegen England und folgt Spanien ins Finale nach. Joker Martinez brach mit seinem 2:1 in der Nachspielzeit die britischen Herzen.“
Ausblick: Finale Argentinien gegen Spanien
Durch den Sieg steht Argentinien nun im Finale gegen Spanien. Die Albiceleste verteidigt damit ihren Titel und hat die Chance, erneut Weltmeister zu werden. Für England hingegen geht die Suche nach dem ersten Titel seit 1966 weiter. Die Vorwürfe gegen Tuchel werden noch lange nachhallen, wie „The Telegraph“ anmerkt: „Es gab viele Stolpersteine auf dem Weg und viel zu viele Demütigungen im Laufe der Jahre, aber als England fünf Minuten vor Schluss in einem WM-Halbfinale führte, hatte man das Gefühl, dass es diesmal vielleicht anders sein könnte. England verlor das Spiel durch zwei Gegentreffer innerhalb von sieben Minuten. Die Vorwürfe werden noch Jahre anhalten.“



