Auf der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz in Shanghai hat Chinas Präsident Xi Jinping zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz aufgerufen. „Die Entwicklung von KI sollte keine Solo-Leistung eines einzelnen Landes sein, sondern eine Symphonie internationaler Zusammenarbeit“, sagte Xi am Freitag in seiner Eröffnungsrede. Er betonte, dass KI stets „unter menschlicher Kontrolle“ bleiben müsse.
Xi warnt vor nationaler Sicherheitsausweitung
Xi Jinping forderte die Staaten auf, gemeinsam gegen eine übermäßige Ausweitung des Konzepts der nationalen Sicherheit im Bereich der KI vorzugehen. „Wir sollten verhindern, dass die Sicherheit eines Landes über die anderer gestellt wird“, erklärte er. Der Präsident drang auf eine stärkere Regulierung der Technologie und schlug die Einführung von Gesetzen, technologischer Überwachung sowie Frühwarn- und Notfallsystemen vor. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass KI stets unter menschlicher Kontrolle bleibt. Er rief zu einem „menschenzentrierten“ Ansatz auf.
China im globalen KI-Wettrennen
Im globalen KI-Wettrennen liegen chinesische Produkte Experten zufolge knapp hinter den leistungsstarken Modellen aus den USA. Gleichzeitig wächst die Sorge über den Einsatz von KI in militärischen Konflikten sowie durch Hacker und Terroristen. Die Frage nach einer möglichen Regulierung des boomenden Marktes rückt damit in den Vordergrund.
Kooperationsgruppe mit 29 Ländern
Auf der viertägigen Konferenz in Shanghai treffen mehr als 1000 chinesische Tech-Unternehmen mit Regierungsvertretern, Forschern und Branchenvertretern zusammen. Am Donnerstag unterzeichneten der chinesische Außenminister Wang Yi und Vertreter aus 29 Ländern, darunter Russland, Pakistan und Indonesien, eine Vereinbarung zur Einrichtung einer zwischenstaatlichen Kooperationsgruppe für KI. Diese soll chinesischen Staatsmedien zufolge Konsultationen und Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern fördern, um eine „gesunde und geordnete“ Entwicklung von KI sicherzustellen.



