DOSB-Abstimmung: Goretzka stimmt über Olympia-Bewerber ab
DOSB-Abstimmung: Goretzka stimmt über Olympia-Bewerber ab

Am 26. September 2026 ist der D-Day beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB): Auf der Mitgliederversammlung stimmen die Delegierten darüber ab, mit welcher der drei Bewerberstädte – München, Berlin oder die Region Köln/Rhein-Ruhr – sich Deutschland um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bewirbt. Das Prozedere ist bereits bekannt.

Stimmverteilung und Teilnehmer

Insgesamt gibt es 144 Stimmen. Davon entfallen 126 auf die 42 olympischen Verbände, die jeweils drei Stimmen haben. Zehn Stimmen gehören den Mitgliedern des DOSB-Präsidiums unter Thomas Weikert (64), darunter auch IOC-Mitglied Michael Mronz (59). Ex-IOC-Präsident Thomas Bach (72) ist als Ehrenpräsident nicht stimmberechtigt. Die restlichen acht Stimmen verteilen sich auf die sogenannten „Persönlichen Mitglieder“ – frühere Olympia- und Paralympics-Teilnehmer wie Kristina Vogel (35, Bahnrad), Moritz Fürste (41, Hockey) und Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka (31, Silber bei Olympia 2016 in Rio).

Evaluierungskommission und Abstimmungsmodus

Eine neunköpfige Evaluierungskommission aus Sport und Politik, darunter Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport, kann den Delegierten nach Prüfung der drei Bewerberkonzepte eine Abstimmungsempfehlung geben, ist dazu aber nicht verpflichtet. Für die Entscheidung ist die absolute Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen erforderlich. Enthaltungen zählen als ungültige Stimmen. Wird diese im ersten Wahlgang nicht erreicht, scheidet der Bewerber mit den wenigsten Stimmen aus. Im zweiten Wahlgang entscheiden die Delegierten dann zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten.

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Zeitplan und Perspektiven

Das IOC hat vergangene Woche entschieden, dass die Vergabe der Spiele 2036 erst 2029 erfolgt. Ob dann bereits europäische Kandidaten zugelassen werden oder zunächst ein anderer Kontinent – Indien, Afrika oder der Mittlere Osten waren noch nie Gastgeber – an der Reihe ist, bleibt offen. Die Entscheidung des DOSB ist ein wichtiger Schritt für die deutsche Olympiabewerbung, die nach den Spielen 1972 in München die ersten Sommerspiele in Deutschland seit über 50 Jahren ermöglichen könnte.

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