Glück im Unglück für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Prenzlauer Heideweg: Bei einem Wohnungsbrand am 9. Mai blieben alle Menschen unverletzt. Die Eigentümer Elfriede und Joachim Krüger zeigen sich tief dankbar für die besonnene und uneigennützige Hilfe vieler Beteiligter.
Besonnenes Handeln im Ernstfall
Wenn es in einem Wohngebäude brennt, ist die Aufregung zunächst groß. Sind Menschen in Gefahr? Wie stark ist der Brand? Wie groß ist die Gefahr einer Ausbreitung? Diese und andere Fragen schießen den Gebäudeeigentümern durch den Kopf. Umso wertvoller ist es, wenn Menschen besonnen und uneigennützig reagieren. Genau das geschah beim Brand im Prenzlauer Heideweg. Für Elfriede und Joachim Krüger war es daher keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Grund zu ausdrücklichem und öffentlichem Dank an alle Akteure.
Vorbildliche Mieter und schnelle Feuerwehr
Besonders loben die Krüger ihre Mieter in dem betroffenen Aufgang. Sie verließen sofort ihre Wohnungen und alarmierten die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte aus Prenzlau und Dedelow eintrafen, quoll dichter schwarzer Rauch aus den Fenstern der Brandwohnung, und das Treppenhaus war bereits verqualmt, wie Feuerwehrsprecher Christian Straßburg berichtete. Die Feuerwehrleute löschten den Brand schnell und umsichtig, sodass eine Ausbreitung verhindert werden konnte.
Hinweise führten zur Festnahme
Die aufmerksamen Mieter trugen auch maßgeblich zur Festnahme des mutmaßlichen Brandstifters bei. Sie beobachteten, wie der Mieter der Brandwohnung nach dem Ausbruch des Feuers vom Haus in Richtung Stadt weglief. Aufgrund dieser Hinweise konnten Polizisten den 41-jährigen Deutschen im Stadtgebiet stellen. Er wurde vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neuruppin in Untersuchungshaft genommen.
Dank an Hausverwaltung und Hausmeister
Elfriede und Joachim Krüger dankten auch Sandra Bajinsky und Kevin Freitag von der Freitag Immobilien OHG, die sich am Wochenende sofort zur Unglücksstelle begaben. Ebenso war der Hausmeisterservice umgehend vor Ort. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich an einem freien Wochenende sofort jemand kümmert“, betonte Joachim Krüger.
Brandstiftung wahrscheinlich – Schaden noch unklar
Die betroffene Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Die Kriminaltechnik hat bereits Ermittlungen aufgenommen, und alles deutet auf Brandstiftung hin. Der Sachschaden ist immens, kann aber noch nicht beziffert werden. Ein Gutachten soll die Schadenshöhe feststellen. Entscheidend sei jedoch, dass niemand verletzt wurde.
Keine Unstimmigkeiten mit Mieter
Joachim Krüger widersprach Berichten über angebliche erhebliche Unstimmigkeiten zwischen Vermieter und Mieter der Brandwohnung. „Dem ist nicht so“, sagte er. Zwar sei dem 41-Jährigen die Wohnung bereits gekündigt worden, aber darüber hinaus habe es keine Auseinandersetzungen gegeben.



