KI-Boom treibt Umsätze von Alphabet, Amazon und Meta
KI-Boom treibt Umsätze von Alphabet, Amazon und Meta

Die großen US-Techkonzerne Alphabet, Amazon und Meta haben im ersten Quartal 2026 von der starken Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) und einem florierenden Werbegeschäft profitiert. Alle drei Unternehmen übertrafen beim Umsatz die Markterwartungen, wie aus ihren aktuellen Quartalsberichten hervorgeht.

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, steigerte den Konzernumsatz währungsbereinigt um 19 Prozent auf 109,90 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit rund 107 Milliarden gerechnet. Besonders die Cloud-Sparte wuchs überraschend stark: Die Erlöse stiegen um 63 Prozent auf rund 20 Milliarden US-Dollar. Alphabet-Chef Sundar Pichai betonte, dass die Investitionen in KI jeden Bereich des Unternehmens beflügeln. Der Quartalsgewinn legte auf 62,6 Milliarden US-Dollar zu, nach 34,5 Milliarden im Vorjahr.

Amazon verzeichnete in seiner Cloudsparte AWS das höchste Wachstum seit 2022. Der Umsatz stieg um 25 Prozent auf 37,6 Milliarden US-Dollar. Insgesamt kletterten die Erlöse des Konzerns um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden US-Dollar, der Gewinn stieg um knapp 77 Prozent auf 30,25 Milliarden US-Dollar. CEO Andy Jassy führte das Wachstum auf den steigenden Bedarf an KI-Anwendungen zurück. Allerdings lag der Ausblick für das laufende Quartal unter den Erwartungen: Amazon prognostiziert ein Betriebsergebnis zwischen 20 und 24 Milliarden US-Dollar, während Analysten im Schnitt von 22 Milliarden ausgingen.

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Meta, der Mutterkonzern von Facebook, steigerte den Umsatz um rund ein Drittel auf 56,3 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sprang um 61 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden US-Dollar, begünstigt durch eine Steuergutschrift von gut acht Milliarden US-Dollar. Das Werbegeschäft blieb der wichtigste Treiber. Meta hob die Investitionen in KI-Infrastruktur erneut an: Für 2026 sind nun Kapitalausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar geplant, nach zuvor 115 bis 135 Milliarden.

Die Aktien der drei Konzerne reagierten unterschiedlich. Alphabet legte im nachbörslichen Handel um vier Prozent zu, nachdem das Unternehmen die Spanne für Kapitalinvestitionen auf 180 bis 190 Milliarden US-Dollar anhob. Amazon-Aktien fielen zunächst, drehten dann aber ins Plus. Meta verlor dagegen rund sechs Prozent, da Anleger die hohen Investitionsausgaben kritisch sahen.

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