DGB legt Gegenentwurf zur Rentenkommission der Regierung vor
DGB-Gegenentwurf: Kein höheres Rentenalter, Pflicht für Betriebsrente

DGB-Kommission präsentiert Gegenentwurf zur Regierungsrente

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ein eigenes Konzept zur Altersvorsorge vorgelegt, das als Gegenentwurf zur offiziellen Rentenkommission der Bundesregierung dient. Die Ergebnisse liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Das Konzept setzt ausschließlich auf die gesetzliche Rente und eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge. Ein höheres Rentenalter lehnt die DGB-Kommission ab, die abschlagsfreie Rente nach 45 Berufsjahren soll erhalten bleiben.

Hintergrund: DGB-Expertengremium als Gegengewicht

DGB-Chefin Yasmin Fahimi hatte das Expertengremium zu Jahresbeginn ins Leben gerufen, um ein Gegengewicht zur Rentenkommission der Regierung zu schaffen. Die offizielle Regierungskommission hatte zuvor 33 Empfehlungen vorgelegt, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) bereits übernommen haben und vollständig umsetzen wollen. Die DGB-Kommission schlägt nun einen anderen Weg vor.

Kernpunkte: Rentenniveau steigen, Beiträge leicht erhöht

Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, für alle Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten und dafür zwei Prozent des Bruttolohns allein zu tragen. In der gesetzlichen Rente soll das Rentenniveau von derzeit 48 Prozent schrittweise wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Beide Säulen gemeinsam sollen im Ruhestand 70 bis 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens sichern.

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Finanzierung: Höhere Beiträge und Demografiezuschuss

Die Kosten für die gesetzliche Rente sollen durch „leicht erhöhte Beiträge“ sowie einen höheren Zuschuss aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Für diesen „Demografiezuschuss“ sollen „hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitaleinkünfte“ herangezogen werden. Zudem sollen mehr Menschen in die gesetzliche Rente einzahlen, zunächst Selbstständige sowie Politikerinnen und Politiker.

Besetzung der DGB-Rentenkommission

In der DGB-Rentenkommission saßen neben Fahimi die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang, der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sowie Vertreter von Gewerkschaften, Sozialverbänden und aus der Wissenschaft.

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