Epstein-Skandal: Durchsuchung von Wohnungen des norwegischen Ex-Regierungschefs Jagland
Epstein-Skandal: Durchsuchung von Wohnungen des norwegischen Ex-Regierungschefs Jagland

Im Zusammenhang mit dem Epstein-Missbrauchsskandal haben Behörden in Norwegen die Wohnungen des ehemaligen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland durchsucht. Dies bestätigte Jaglands Anwalt der Zeitung Verdens Gang. Neben einer Wohnung in Oslo wurde auch ein Haus an der Ostküste des Landes durchsucht.

Jagland war nach seiner Zeit als Ministerpräsident jahrelang Generalsekretär des Europarates sowie Vorsitzender des norwegischen Nobelkomitees. Der Europarat hatte am Mittwoch auf Wunsch Norwegens die Immunität in Bezug auf Jaglands Amtszeit als Generalsekretär von 2009 bis 2019 aufgehoben.

Gegen Jagland wird wegen schwerer Korruption ermittelt, da er Kontakte zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte. Er soll während seiner Zeit im Europarat in Epsteins Wohnungen in Paris und New York übernachtet und in dessen Anwesen in Palm Beach Urlaub gemacht haben.

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Jaglands Anwalt sagte der Nachrichtenagentur NTB, sein Mandant arbeite mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Er glaube jedoch nicht, dass Umstände vorliegen, die zu einer Strafverfolgung führen.

Epstein, der in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzt war, soll Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Er wurde 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt, erhielt aber nur eine 18-monatige Haftstrafe. 2019 wurde er erneut festgenommen und nahm sich im August 2019 im Gefängnis das Leben.

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