Rentenreform: Merz fordert Umsetzung aller 33 Vorschläge der Kommission
Merz: Alle 33 Rentenreform-Vorschläge umsetzen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die vollständige und zeitnahe Umsetzung aller 33 Vorschläge der Rentenkommission gefordert. „Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt umgesetzt werden“, erklärte Merz am Dienstag nach der Vorstellung des Kommissionsberichts. Er warnte davor, einzelne Maßnahmen herauszupicken oder abzulehnen, da das Paket als Ganzes konzipiert sei.

Kommission legt umfassendes Reformpaket vor

Die Rentenkommission, die im Auftrag der Bundesregierung tagte, präsentierte am 23. Juni 2026 in Berlin ihre Vorschläge. Das Paket umfasst 33 Einzelmaßnahmen, die darauf abzielen, die gesetzliche Rentenversicherung langfristig zu stabilisieren und an die demografische Entwicklung anzupassen. Details zu den konkreten Inhalten der Vorschläge wurden zunächst nicht veröffentlicht, doch die Kommission betonte, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt seien.

Merz: Kein Rosinenpicken erlaubt

Der Bundeskanzler stellte klar, dass die Regierung keine Auswahl treffen werde. „Wir werden nicht einzelne Vorschläge herausgreifen und andere ignorieren. Das gesamte Paket muss kommen“, so Merz. Er verwies auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Rentenfinanzierung angesichts der alternden Bevölkerung. Laut aktuellen Prognosen wird der Beitragssatz zur Rentenversicherung bis 2040 auf über 22 Prozent steigen, falls keine Reformen erfolgen.

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Die Opposition zeigte sich gespalten. Während die SPD grundsätzliche Zustimmung signalisierte, forderte die Linke eine stärkere Berücksichtigung von Geringverdienern. Die FDP mahnte, die Reform dürfe nicht zu höheren Belastungen für junge Generationen führen.

Reform als Teil größerer Agenda

Die Rentenreform ist ein zentraler Bestandteil der wirtschaftspolitischen Agenda von Merz. Der Kanzler betonte, dass die Umsetzung aller Vorschläge entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Regierung sei. „Die Menschen erwarten von uns, dass wir handeln – und zwar konsequent“, sagte Merz. Die Kommission hatte ihre Arbeit im Januar 2025 aufgenommen und nach 18 Monaten Beratung ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Die Bundesregierung will nun zügig einen Gesetzentwurf erarbeiten. Ein Zeitplan für die parlamentarische Behandlung steht noch aus, doch Merz signalisierte, dass die Reform noch in diesem Jahr verabschiedet werden solle. Die Rentenkommission war von der großen Koalition eingesetzt worden, um langfristige Lösungen für die Rentenfinanzierung zu entwickeln.

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