Merz baut Kabinett um: Warken wird Kanzleramts-Chefin, Linnemann Gesundheitsminister
Merz baut Kabinett um: Warken wird Kanzleramts-Chefin

Bundeskanzler Friedrich Merz (70) plant eine bedeutende Kabinettsumbildung. Nach Informationen aus CDU-Kreisen soll Gesundheitsministerin Nina Warken (47, CDU) neue Chefin des Kanzleramtes werden. Sie folgt auf Thorsten Frei (52, CDU), der die Leitung der Bundestagsfraktion von CDU und CSU übernehmen soll. Für Warken ist CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) als neuer Gesundheitsminister vorgesehen.

Entscheidung soll morgen bekannt gegeben werden

Laut BILD-Informationen will Merz die Entscheidung morgen offiziell verkünden. Eine Bestätigung aus dem Kanzleramt oder der CDU-Spitze lag am Nachmittag noch nicht vor. Die Personalie gilt jedoch als weitgehend beschlossen.

Hintergrund der Umbildung ist der Rücktritt von Jens Spahn, der bisher die Fraktionsführung innehatte. Thorsten Frei, bisher Chef des Kanzleramtes, soll nun Spahns Nachfolge antreten. Damit ergibt sich eine Kette von Neubesetzungen, die Merz nach eigenen Angaben nutzen will, um das Regierungsteam zu stärken.

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Warken: Von der Gesundheit ins Kanzleramt

Nina Warken, die seit 2021 als Gesundheitsministerin amtiert, wird als erfahrene Politikerin beschrieben. Ihr Wechsel ins Kanzleramt gilt als Schritt nach oben, da sie dort die Koordinierung der Regierungsarbeit übernimmt. In ihrer bisherigen Rolle hat sie unter anderem die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben.

Carsten Linnemann, derzeit Generalsekretär der CDU, soll das Gesundheitsministerium übernehmen. Er gilt als Vertrauter von Merz und hat sich in der Partei als Wirtschaftsexperte profiliert. Seine Ernennung zum Gesundheitsminister wäre eine Überraschung, da er bisher keine gesundheitspolitischen Schwerpunkte gesetzt hat.

Reaktionen aus der Opposition

Die Opposition reagierte verhalten auf die Personalien. Ein Sprecher der SPD kritisierte, dass Merz „Posten nach Parteiräson“ vergebe, statt auf Sachkompetenz zu setzen. Die Grünen äußerten sich zurückhaltend, verwiesen aber auf die Notwendigkeit einer stabilen Regierungsarbeit.

Bis zur offiziellen Bestätigung bleibt abzuwarten, ob die geplanten Wechsel tatsächlich wie angekündigt umgesetzt werden. Merz hatte zuletzt betont, dass er bei Personalentscheidungen auf Kontinuität und Effizienz achte.

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