Polizist verliert Job nach Faustschlag an gefesselten Mann
Polizist verliert Job nach Faustschlag an gefesselten Mann

In Nordrhein-Westfalen sind weitere Vorwürfe gegen einen Polizisten bekannt geworden, der bereits wegen rechtsextremer Chatnachrichten im Visier der Ermittler steht. Der 39-Jährige soll einem gefesselten Mann ins Gesicht geschlagen haben, wie die Staatsanwaltschaft Duisburg mitteilte.

Der Vorfall ereignete sich Anfang 2019 auf der Polizeiwache in Mülheim, die im Zentrum des Polizeiskandals in Nordrhein-Westfalen steht. Der Beamte und Kolleginnen waren wegen eines Falles mutmaßlicher häuslicher Gewalt gerufen worden. Dabei soll der Polizist einem 56-jährigen Deutschen mit Migrationshintergrund geschlagen haben, obwohl dieser bereits Handschellen trug.

Das Verfahren gegen den Polizisten war zunächst eingestellt worden, da sowohl der Beschuldigte als auch eine Kollegin angaben, der Mann sei bedrohlich auf sie zugekommen. Daraufhin wurde gegen den 56-Jährigen wegen falscher Verdächtigung ermittelt. Im Juli 2020 kam es jedoch zu einer Wende: Eine 23-jährige Polizistin sagte vor Gericht aus, ihr Kollege habe den gefesselten Mann geschlagen. Daraufhin änderte auch die 26-jährige Beamtin ihre Aussage und räumte den Schlag ein.

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Der 56-Jährige wurde freigesprochen, und das Verfahren gegen den Polizisten wegen Körperverletzung im Amt wurde wieder aufgenommen. Gegen die beiden Beamtinnen wird wegen Strafvereitelung im Amt ermittelt. Der Polizist verlor seinen Job.

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