Wird zum ersten Mal eine Frau Chefin des Bundeskanzleramts – und damit wichtigste Vertraute von Friedrich Merz? Neben mehreren männlichen Kandidaten für die Nachfolge von Thorsten Frei fällt immer wieder ein Name: der von Gesundheitsministerin Nina Warken. Offiziell bestätigt ist bislang nichts.
Hinter den Kulissen wird Kritik laut
Doch hinter den Kulissen läuft das übliche Spiel ab: Warken habe zu wenig Erfahrung, wird erzählt. Eigentlich sei sie nur im Rennen, weil sie eine Frau sei. Das ist Unsinn, schreibt Kommentatorin Miriam Hollstein. Als Gesundheitsministerin habe Warken bewiesen, dass sie komplexe Themen schnell durchdringt, Krisen managt und auch dann Kurs hält, wenn der Gegenwind heftig wird. Das schaffe nicht jeder.
Die richtigen Eigenschaften für das Amt
Natürlich könne auch Warken scheitern, räumt Hollstein ein. Das solle aber auch schon Männern in diesem Amt passiert sein. Die richtigen Eigenschaften bringe sie jedenfalls mit. Der Kanzler könne jetzt zeigen, dass er Mut zu neuen Wegen habe. Und nebenbei sein Image als Nur-Männer-Versteher korrigieren.



