Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird am Freitag, dem 10. Juli 2026, um 15 Uhr überraschend vor die Presse treten. Die Ankündigung erfolgte nur rund eine Stunde vor dem geplanten Termin. Hintergrund sind die anhaltenden Vorwürfe gegen den Regierungschef, der zugegeben hatte, nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten die Unwahrheit über seine Aktivitäten gesagt zu haben. Ob Wegner seinen Rücktritt erklären wird, ist bislang offen.
Wegner unter Druck: Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei
Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere CDU-Mitglieder den Rücktritt Wegners gefordert. Der Regierende Bürgermeister hatte mehrere Termine abgesagt, was Spekulationen über seine politische Zukunft weiter anheizte. Der kurzfristig einberufene Pressetermin am Freitagnachmittag gilt als Indiz dafür, dass Wegner eine grundlegende Entscheidung verkünden könnte. Beobachter rechnen mit einer Stellungnahme zu den Rücktrittsforderungen und möglicherweise mit der Ankündigung seines Amtsverzichts.
Stromausfall-Lüge belastet Wegners Glaubwürdigkeit
Der Skandal um Wegners Falschaussage nach dem großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Wegner hatte zunächst behauptet, während des Blackouts im Krisenstab gewesen zu sein, was sich später als unwahr herausstellte. Die Affäre beschädigte sein Ansehen erheblich und führte zu einem Vertrauensverlust in der Bevölkerung und in Teilen der Koalition. Die Opposition hatte mehrfach seinen Rücktritt gefordert.
Der Pressetermin findet im Roten Rathaus statt. Medienvertreter wurden kurzfristig eingeladen. Eine offizielle Bestätigung über den Inhalt des Statements liegt bislang nicht vor. Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.



