32 Autoren haben in einem offenen Brief angekündigt, künftig keine Bücher mehr im Westend Verlag zu veröffentlichen. Darunter sind prominente Namen wie Gregor Gysi, Ulrike Herrmann, Andrea Ypsilanti und Christoph Butterwegge. Sie kritisieren eine „Neuausrichtung“ des Verlags, der einst für linke Gesellschaftskritik stand, nun aber nach rechts gerückt sei.
Auslöser für den Schritt ist die Veröffentlichung des Bandes „Links – Deutsch / Deutsch – Links“, herausgegeben von Julian Reichelt und Pauline Voss. Die Autoren werfen dem Verlag vor, mit diesem Buch „Führungspersonen eines Portals“ eine Plattform zu bieten, das „Tag für Tag große Teile des demokratischen Spektrums verunglimpft“.
Zudem enthalte der Band Texte von Autoren, deren Positionen der AfD nahestünden. Damit habe der Verlag „das Spektrum“ seiner Veröffentlichungen „bis hin zur extremen Rechten erweitert“. Der Exodus der Autoren gilt als deutliches Zeichen gegen die programmatische Neuausrichtung.



