Der Landesvorstand der Berliner CDU kommt am späten Montagnachmittag zusammen, um Finanzsenator Stefan Evers als neuen Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl zu nominieren. Dies bestätigte der CDU-Landesverband auf dpa-Anfrage. Zuvor hatten die CDU-Kreisvorsitzenden Evers am Freitag dafür vorgeschlagen, nachdem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur erklärt hatte.
Keine Abstimmung auf Parteitag erforderlich
Anders als bei Wegner, der erst am 9. Juni auf einem Parteitag mit knapp 93 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten gewählt worden war, ist für Evers keine formelle Wahl auf einem Landesparteitag notwendig. Die Kandidatur ist wahlrechtlich gesehen kein formelles Amt. Eine Bestätigung in diesem Rahmen ist zwar möglich und aus Gründen der politischen Inszenierung oft erwünscht, aber nicht vorgeschrieben.
Zeitplan bis zur Wahl
Bis zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September sind es nur noch gut zwei Monate. Der Spitzenkandidat übernimmt im Fall seines Wahlsiegs üblicherweise das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Die Nominierung von Evers gilt als weitgehend sicher, da die Kreisvorsitzenden ihn bereits einstimmig vorgeschlagen haben.



