Roland Koch verteidigt Jens Spahn gegen Shitstorm zur Leihmutterschaft
Koch verteidigt Spahn gegen Shitstorm zur Leihmutterschaft

In der Debatte um die US-Leihmutterschaft erhält CDU-Fraktionschef Jens Spahn (46) prominente Unterstützung von Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch (68). Koch kritisierte in einem Beitrag auf LinkedIn scharf die öffentliche Kritik an Spahn: „Der Shitstorm über Jens Spahn verliert jedes Maß“, schrieb der CDU-Politiker. Er betonte, dass die CDU eine Partei und keine Religionsgemeinschaft sei, und dass jeder Einzelne abweichende Überzeugungen haben und diese sogar im Laufe der Zeit verändern dürfe.

Koch verteidigt Spahns Wandel in der Leihmutterschaftsfrage

Koch spielte damit auf die Tatsache an, dass Spahn die Leihmutterschaft früher selbst ablehnte, er und sein Ehemann aber nun einen Sohn von einer Leihmutter aus den USA bekommen haben. Der Rechtsanwalt Koch stellte klar: „Keiner verstößt gegen ein Gesetz, auch wenn die CDU eine solche Möglichkeit in Deutschland nicht schaffen will.“ Er bezeichnete dies als ein Dilemma, in dem jede Form von Verurteilung unangemessen sei.

Koch wünschte Spahn und seiner Familie „alles Glück der Welt“ und hob hervor, dass Spahn „einer der seit langem wichtigsten und erfolgreichsten Politiker der Union“ sei. Mit diesen Worten, so Koch, habe die Sache für ihn ein Ende. Ob die CDU dies ebenso sieht, bleibt jedoch fraglich.

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Innerparteiliche Kritik an Spahn hält an

Während Koch sich hinter Spahn stellt, fordern andere CDU-Politiker weiterhin seinen Rücktritt. Der CDU-Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters (45), verlangte Spahns Rücktritt. Auch der langjährige CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (74) riet Spahn, die Fraktionsspitze bald abzugeben. „Ich hoffe, Jens Spahn erspart der Union, insbesondere der CDU, eine monatelange Debatte über die Frage, ist er noch der Richtige an der Spitze der Fraktion“, sagte Bosbach im Deutschlandfunk. Bislang hat sich kein anderer CDU-Landeschef offen hinter Spahn gestellt.

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