Krise in der CDU: So kam es zu Spahns Rücktritt als Fraktionschef
Krise in der CDU: Spahn tritt als Fraktionschef zurück

Spahn tritt nach Aufforderung von Merz zurück

Jens Spahn hat seinen Rücktritt als Fraktionschef der CDU erklärt. Wie der SPIEGEL aus Parteikreisen erfuhr, hatte Kanzler Friedrich Merz ihn zuvor in einem Telefonat am Samstagvormittag dazu aufgefordert. Das Gespräch dauerte nur wenige Minuten und endete mit Spahns Entscheidung, das Amt niederzulegen.

Hintergründe der Krise

Die Krise in der CDU hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Interne Konflikte um den Kurs der Partei und die mangelnde Unterstützung für Spahns Führungsstil führten schließlich zu dem Bruch. Merz, der selbst als Fraktionsvorsitzender Erfahrung hat, sah offenbar keine andere Möglichkeit, um die Geschlossenheit der Fraktion wiederherzustellen.

Wer wird Nachfolger?

Nun stellt sich die Frage, wer Spahn als Fraktionschef beerben wird. Als mögliche Kandidaten gelten der bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei sowie die einflussreiche Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban. Auch der Name von Carsten Linnemann, dem Vorsitzenden der CDU-Grundsatzprogrammkommission, wird genannt. Eine Entscheidung wird noch in dieser Woche erwartet.

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Auswirkungen auf die Regierungsarbeit

Der Rücktritt Spahns kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da die Bundesregierung vor schwierigen Entscheidungen in der Haushalts- und Wirtschaftspolitik steht. Beobachter befürchten, dass die CDU-Fraktion nun geschwächt in die kommenden Verhandlungen gehen könnte. Andere sehen darin eine Chance für einen Neuanfang und eine stärkere Geschlossenheit unter einem neuen Fraktionschef.

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