Berlin – Ex-Unionsfraktionschef Jens Spahn (46, CDU) ist im neuen INSA-Politikerranking auf den letzten Platz abgestürzt. Er ist der einzige Politiker, der in dieser Woche nicht nur Plätze, sondern auch Punkte verliert. Selbst von den eigenen Anhängern wird er deutlich schlechter bewertet. Es ist die erste Umfrage zur Beliebtheit nach dem Leihmutter-Bekenntnis von Spahn und seinem Ehemann, die am Mittwoch die Geburt eines Jungen bekannt gegeben hatten.
Vernichtendes Urteil über Glaubwürdigkeit
Nur noch jeder zehnte Befragte hat eine positive Meinung von Spahn. Der Ex-Fraktionschef büßt zwei Plätze ein und stürzt ab auf Rang 20. Bei seiner Glaubwürdigkeit fällt das Urteil vernichtend aus: 69 Prozent halten ihn für (eher) unglaubwürdig, und 68 Prozent meinen, dass seine Vaterschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA der CDU eher schadet. Die Befragung fand zwischen Freitag und Montag statt.
Weidel zieht an Söder vorbei
An der Spitze des Politikerrankings bleibt dagegen alles beim Alten: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) auf Platz eins, Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (60, Grüne) auf Rang zwei und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (51, CDU) auf der Drei. Direkt dahinter gibt es den einzigen Wechsel in den Top fünf: AfD-Chefin Alice Weidel (47) verbessert sich von Platz fünf auf Rang vier und zieht an Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) vorbei.
Weitere Gewinner und Verlierer
Zu den weiteren Gewinnern zählt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU), der sich von Platz sieben auf sechs verbessert. FDP-Chef Wolfgang Kubicki (74) macht sogar zwei Plätze gut und klettert auf Rang sieben. Dagegen verliert Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (53, CDU) zwei Plätze und fällt auf Rang acht zurück. Auch im Mittelfeld gibt es Bewegung: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) verbessert sich von Platz 13 auf Rang 11. AfD-Co-Chef Tino Chrupalla (51) verliert sogar drei Plätze und rutscht von Rang 12 auf 15 ab.



