Warken wird Kanzleramtschefin – Linnemann neuer Gesundheitsminister
Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken soll nach Informationen aus Parteikreisen zur Chefin des Kanzleramts ernannt werden. Sie tritt damit die Nachfolge von Thorsten Frei an, der am kommenden Mittwoch von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt werden soll. Das Gesundheitsressort wiederum soll Carsten Linnemann, derzeitiger CDU-Generalsekretär, übernehmen.
Die Rochade ist notwendig, weil der bisherige Fraktionschef Jens Spahn am Samstag nach Vorwürfen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme einer Leihmutter in den USA für die Geburt seines Sohnes zurückgetreten war. Die Parteichefs von CDU und CSU, Bundeskanzler Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hatten Kanzleramtschef Frei am Mittwoch als Spahns Nachfolger vorgeschlagen.
Merz könnte Entscheidung am Freitag vorstellen
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters von Insidern könnte Bundeskanzler Friedrich Merz seine Entscheidung über die Personalien am Freitagmorgen in Berlin vorstellen. Allerdings wurde darauf verwiesen, dass der CDU-Vorsitzende am Abend noch etliche Gespräche führen wolle, um alle offenen Punkte zu klären.
Regierungssprecher Stefan Kornelius wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. „Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekannt geben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind“, sagte er.
Die neue Aufgabenverteilung im Detail
Die 47-jährige Nina Warken folgt als Kanzleramtschefin auf Thorsten Frei. Sie war zuvor Bundesgesundheitsministerin und hatte in dieser Funktion unter anderem die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben. Carsten Linnemann, derzeit CDU-Generalsekretär, soll das Gesundheitsministerium übernehmen. Er gilt als erfahrener Gesundheitspolitiker und war bereits in der Vergangenheit in diesem Bereich tätig.
Die Personalentscheidungen zeigen, dass die Union nach dem Rücktritt Spahns schnell handeln muss, um die politische Stabilität zu wahren. Die Neubesetzungen sind Teil einer größeren Umbildung, die auch andere Ressorts betreffen könnte.



